Lemgo. Das Wissensmonopol der Lehrer hat in Zeiten von Wikipedia & Co. ausgedient. Zu Herausforderungen, die "neue" Schüler stellen, sind 25 Pädagogen am Lüttfeld-Berufskolleg geschult worden.
Mit neuen Methoden und Lernkompetenzen wurden die Lehrenden vertraut gemacht und somit auf sich wandelnde Unterrichtsformen vorbereitet. Denn der Frontalunterricht der vergangenen Jahre hat ausgedient. Gruppendynamische Prozesse sind gefragt, auch weil Schüler heute über viele Wege an nützliches Wissen kommen.
Mit neuen Methoden und Lernkompetenzen wurden die Lehrenden vertraut gemacht und somit auf sich wandelnde Unterrichtsformen vorbereitet. Denn der Frontalunterricht der vergangenen Jahre hat ausgedient. Gruppendynamische Prozesse sind gefragt, auch weil Schüler heute über viele Wege an nützliches Wissen kommen.
Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken: Deshalb sollen Schüler nach Wunsch der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe zu selbstorganisiertem Lernen bewegt werden, und dazu, sich neue Lernprozesse anzueignen. Während der Schulung in Lemgo erhielten 25 Pädagogen die Grundlage, um eine Veränderung anzustoßen - in einem Pilotprojekt, bei dem das Lüttfeld als kreisweit erste Schule mitmacht.
Zunächst referierte Christina Lohr vom Institut für Selbstorganisiertes Lernen (SOL). Anschließend brachten sich die Lehrer mit Diskussionen, Gruppenarbeiten und kritischen Fragen ein. In eineinhalb Tagen lernten sie die Theorie des neuen Konzepts kennen. Nun folgt die Phase der Umsetzung. Im Dezember und Februar sind dann weitere Treffen geplant, um Fortschritte, aber auch weitere Methoden zu besprechen.
SOL-Trainerin und Diplom-Psychologin Lohr hält einen Sinneswandel für nötig. "Der Spaß soll zurückkommen", sagte sie mit Blick auf den Schulalltag. Jeder Schüler habe ein gewisses Aufnahmepotenzial von Wissen. Durch selbstorganisiertes Lernen soll es, so Lohr, gelingen, dieses Wissen im vollen Maße auszuschöpfen.Nicht nur die SOL-Trainerin ist überzeugt von dieser Methode. Auch Manfred Kreisel, Leiter des Lüttfeld-Berufskollegs, sieht "Vorteile für alle Beteiligten". Und Dr. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, hofft auf gutes Gelingen des Projekts.





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