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10.12.2011
LEMGO
Fraunhofer setzt voll auf Lemgo
Land fördert Ausbau des Forschungszentrums an der Hochschule OWL mit 3,2 Millionen Euro
VON THOMAS REINEKE

Hier wird Hight-Tech-Forschung betrieben. | Foto: Reineke

Lemgo. Der Abgeordnete spricht von einem "Quantensprung", der Hochschul-Präsident vom "vorgezogenen Weihnachtsgeschenk": Die Fraunhofer-Gesellschaft (München) baut ihre lippische Filiale stark aus.

Ab dem kommenden Jahr wird auf dem Lemgoer Campus ein "Fraunhofer-Anwendungszentrum" ent­stehen. Dessen Mitarbeiter - mittelfristig mindestens 30 hochqualifizierte Spezialisten - werden am Centrum Industrial IT (CIIT) der Hochschule OWL in einer absoluten Zukunftstechnologie forschen: in der IT-basierten Automatisierungstechnik.

Seit zwei Jahren ist Fraunhofer bereits in Lemgo vertreten - mit dem sogenannten Kompetenzzentrum IOSB-INA. Heute forschen und entwickeln unter Leitung des Hochschul-Professors Jürgen Jasperneite acht promovierte Ingenieure und Informatiker für Fraunhofer.

Der vom Land NRW in den nächsten fünf Jahren mit 3,2 Millionen Euro geförderte Ausbau zu einem Anwendungszentrum - übrigens bundesweit das erste seiner Art an einer Fachhochschule - wird die Spezialisten in Lemgo laut Jasperneite in die Lage versetzen, "viel mehr Vorlaufforschung zu betreiben." Das heißt: Techniken zu entwickeln, die von den Firmen erst in einigen Jahren eingesetzt werden. Als Beispiel für ein Betätigungsfeld nennt Jasperneite intelligente Energienetze (Smart Grids). Erzeuger, Lieferanten und Verbraucher werden über Computer und das Internet miteinander verbunden, um beispielsweise dann viel Strom abzurufen, wenn reichlich Energie im Netz vorhanden ist.

Dass Fraunhofer - unter anderem "Erfinder" des MP3-Komprimierungsstandards für Musikaufnahmen - sein Engagement in Lemgo stark ausbaut, ist für Jaspernete auch eine Folge der "sehr guten Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren". Unter anderem wurde im CIIT der sogenannte "Tiger-Chip" entwickelt. Ein winziger Prozessor, der bis zu 100 Millionen Bits pro Sekunde verarbeiten kann.

Die Entscheidung des Landes, Fraunhofer in Lemgo zu fördern, sorgte für Begeisterung. Hochschul-Präsident Dr. Oliver Herrmann freute sich über ein "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk". SPD-Landtagsabgeordneter Dennis Maelzer sprach von einem "Quantensprung" und einem "Modellprojekt, das deutschlandweit Beachtung finden wird." Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in einer Pressenotiz: "Ich erwarte von dem Anwendungszentrum nachhaltige Impulse für Wissenschaft und Wirtschaft weit über die Region hinaus."


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Kommentare
So, wenn nun sich auch noch neue Firmen in Lemgo ansiedeln würden, und Arbeitsplätze für die Arbeitslosen geschaffen werden, würde Lemgo gut dastehen:



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