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18.02.2012
KREIS LIPPE
Umweltstiftung möchte einen fairen Kampf
Naturschutzverbände erhalten für Arbeit pro Nationalpark finanzielle Unterstützung
VON THORSTEN ENGELHARDT

Zerstückelt | Grafik: Lange/Groppe

Detmold. Partei in der Sache, aber auf faire Auseinandersetzung bedacht. So sieht die Umweltstiftung NRW ihre Rolle in der Nationalpark-Diskussion. Die Stiftung unterstützt die Naturschutzverbände mit Geld. Die Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes NRW gebe 86 000 Euro für zwei Halbtagskräfte in der Koordinierungsstelle der Naturschutzverbände für die Nationalparkarbeit, sagte Präses Dr. Alfred Buß, neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Die Entscheidung dazu sei weder auf Direktive des Umweltministeriums gefallen, noch habe der Umweltminister dabei am Tisch gesessen, entgegnete Buß auf Kritik der Nationalparkgegner, Kreis und Land pumpten weiter hohe Summen in ein gescheitertes Projekt.

Der Stiftung gehe es um die Förderung von Umweltinitiativen im Land. Dafür müsse man auch in Konflikten Partei ergreifen, sagte Buß. Die Stiftung halte den Nationalpark für sinnvoll, sei also Partei in der Sache. Aber der Weg zum Ziel müsse in der Region gefunden werden. Dabei lege man großen Wert darauf, dass der Kampf um die öffentliche Meinung sachlich und fair geführt werde, sagte Stiftungs-Geschäftsführer Eberhard Neugebohrn. Denn auch mancher Ton der Umweltverbände sei "daneben" gewesen, fügte Buß an.

Gewisse Überschneidungen mit dem Nationalparkbüro des Landesforstbetriebes seien da, räumte Neugebohrn ein. Allerdings sehe man die Notwendigkeit, die Umweltverbände in ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen und Strukturen dafür zu schaffen.

Landrat Friedel Heuwinkel erwartet davon eine Versachlichung der Diskussion und eine Rückkehr zu den Inhalten. Er sieht die Aufgabe der Stiftung darin, naturschutzfachliche Öffentlichkeitsarbeit für die Nationalpark-Idee zu betreiben, während der Kreis stärker die wirtschaftlichen Vorteile des Vorhabens herausstelle. Die Region habe die "tolle Chance", Wirtschaft und Kultur miteinander zu vereinen, spielte er auf das Projekt "It‘s OWL" an, mit dem Forschung und Wirtschaft andere Hightech-Standorte bei  einem Bundeswettbewerb ausgestochen haben.

Vordringliches Ziel sei nun aber, ein mit den Eigentümern abgestimmtes Nationalparkgelände zu finden. Dabei ficht Heuwinkel auch nicht an, dass neben den Flächen des lippischen Fürstenhauses auch der Horn-Bad Meinberger Stadtwald nach einem Votum des Stadtrates von Donnerstagabend nicht zur Verfügung steht. Auch ohne diese Areale sei ein Nationalpark rein fachlich denkbar. Wenn das Land allerdings eine kleinere Kulisse nicht mehr für nationalparkwürdig halte, dann müsse man das Thema aufgeben. Bisher sei das Projekt noch nicht gescheitert.


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Kommentare
DrAlfred Buß ist nicht als Privatperson Stiftungsvorstand geworden,sondern weil er ein Kirchenoberhaupt ist ("Präses").Im TV-Interview in der WDR-Lokalzeit vom 22.2.2012 verunglimpft er die NLP-Gegner (bisher ca. 26000 Unterschriften) als nur "interessengeleitet" und verbreitet weiteren Unsinn.Dies zeigt deutlich,daß der Stiftungsvorstand entgegen der o.g. Überschrift überhaupt nicht an einer "sachlichen" Auseinandersetzung interessiert ist.Als Privatperson kann sich Alfred Buß jede Meinung leisten und diese auch äußern.Als "Amtsträger",der auch noch jeden Tag mit dem Phänomen der "leeren Kassen" konfrontiert wird,setzt er sein durch das Amt bestimmte Ansehen pflichtwidrig ein.

In diesem Zusammenhang von einem 'Kampf' zu sprechen, finde ich unpassend.
Wenn der Vorsitzende der Stifung 'Umwelt und Entwicklung des Landes NRW' hier von einem 'Kampf' spricht, macht er aber deutlich, worum es den Nationalpark-Befürwortern wirklich zu gehen scheint: Allen Andersdenkenden den eigenen Willen aufzuzwingen, mit fast allen Mitteln.
Von einem 'fairen Kampf' kann in diesem Fall wohl keine Rede sein, wenn sich der Staat in Form einer Stiftung des Öffentlichen Rechts so eindeutig auf die Seite der Nationalpark-Befürworter schlägt, obwohl ein Nationalpark in der Bevölkerung der Region hoch umstritten ist. Das Verhalten der Stiftung in diesem Fall ist zumindest sittlich fragwürdig.
Dass der Staat die 'Naturschutzverbände' in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für den Nationalpark finanziell subventioniert, zeigt aber auch, wie falsch die Nationalpark-Befürworter die Stimmungslage zum Nationalpark eingeschätzt haben und wie sehr sie in die Defensive gedrängt sind.
Noch weigern sich die Nationalpark-Befürworter, die Aussichtslosigkeit der Nationalparkpläne in Eggegebirge und Teutoburger Wald anzuerkennen. Ich bin gespannt, wie lange noch...

man kann sich in diesem falle dem printkommentar der lz anschließen. wenn die kulisse zu klein oder zerfleddert sollte man das projekt ganz beenden anstatt noch weiter geld für alle möglichen dinge rauszuhauen. das d. maelzer jetzt betont, dass das land den nationalpark in der senne bevorzugen würde spircht ja auch schon bände.
eigentlich erstaunlich, dass heunwinkel noch so stur bleibt, und dieser starrsinn ist sicher nicht zum vorteil lippes.

Geld ist nicht ALLES ,auch nicht Plakate.
Gesunder Menschenverstand ist gefragt und keine Panikmache hinsichtlich..... ~~ die Forstwirtschaft richtet den Wald hin .., nimmt keine Rücksicht auf Fauna und Flora ~~ ! Nicht alles was politisch angedacht ist , findet in der Realität des Lebens ihren Platz.
Manche sollte man auch tief begraben ,wenn der Bürger (welcher das Wahlvolk ist ) es nicht möchte.
Deshalb,
BÜRGERWILLE vor PARTEIENWILLKÜR !!....



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