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26.01.2013
KREIS LIPPE
Ausbildungsplätze sind heiß begehrt
Berufsberater geben im Bonhoeffer-Kolleg 1.000 Vermittlungsvorschläge weiter

Bestens besucht: 1.500 Jugendliche | Foto: privat

Detmold. 1.500 Jugendliche haben sich in Detmold auf der Ausbildungsplatzbörse umgesehen. 20 Unternehmen haben die Chance genutzt, für sich zu werben. Aus Sicht der Arbeitsagentur sollten Firmen aber noch mehr tun.

In diesem Jahr wird das Rennen um den Ausbildungsplatz besonders heiß - der doppelte Abitur-Jahrgang verlässt die Schulen. In Lippe wird es rund 5.400 Schulabgänger geben. Das sind rund 1.000 mehr als im Vorjahr.

Bereits im August oder September beginnen die neuen Ausbildungen, und gerade auch die Abiturienten des doppelten Abitur-Jahrganges werden vielfach bereits Ende April, Anfang Mai die Schule verlassen. Der Leiter der Detmolder Arbeitsagentur, Heinz Thiele, gibt heimischen Arbeitgebern zu bedenken: "Selbst wenn sich gute Kandidaten nach erfolgreicher Lehrausbildung zu einem Studium entschließen, bestehen gute Chance, diese jungen Menschen später wieder an das Unternehmen zu binden."

Der Agenturleiter weiß, dass im Bereich der hochqualifizierten Ausbildungsberufe viele Unternehmen bereits heute über massive Besetzungsprobleme klagen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt er allen Arbeitgebern der Region, ihre Ausbildungskapazitäten in diesem Jahr zu erhöhen. "2014 werden die Schulabgängerzahlen wieder deutlich sinken. Wer dann in diesem Jahr vorgesorgt hat, ist für den Fachkräftebedarf der Zukunft wesentlich besser gewappnet", wird Thiele in einer Pressemitteilung der Arbeitsagentur zitiert.

Mit ihrer Ausbildungsplatzbörse im Bonhoeffer-Kolleg wurde "die heiße Phase der diesjährigen Ausbildungsplatzvermittlung eröffnet". Mit der Börse wollte die Arbeitsagentur allen Jugendlichen, die noch keine feste Lehrstellenzusage haben, einen Überblick über die aktuelle, regionale Ausbildungssituation ermöglichen.

"Desweiteren möchten wir immer wieder berufliche Alternativen aufzeigen, gerade auch für Abiturienten im Bereich duales Studium", so Thiele. Er weiß aus langjähriger Berufserfahrung: "Der Mensch ist nicht nur für einen Beruf geeignet, und oftmals hat sich die zweitbeste Lösung im Nachhinein als die richtige Wahl erwiesen."

Insgesamt seien mehrere hundert Gespräche von Jugendlichen mit Arbeitgebern und Berufsberatern geführt, und rund 1.000 Vermittlungsvorschläge unterbreitet worden. "Wir haben in diesem Jahr die beste Möglichkeit, den Fachkräftebedarf mittelfristig zu decken", stellt Thiele fest. "Wir sollten diese einmalige Chance auch wirklich nutzen!"   

Betriebe, die noch Auszubildende für 2013 suchen, sollten sich schnellstmöglich mit dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur in Verbindung setzen 01081/664466 setzen.


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Kommentare
In Lippe ist es generell sehr schwer eine gute Ausbildung zu finden. Jetzt mit dem doppelten Abitur-Jahrgang wird alles noch viel schlimmer. Viele werden am Ende mit leeren Händen dastehen da helfen gute Schulnoten und das Abitur auch nicht. Alles geht heute nur noch mit Vitamin B und schleimen bis der Arzt kommt.

Aber 25 % Prozent brechen in Lippe Ihre Lehre ab!



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