Montag, 21.05.2012
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19.01.2012
LAGE
Lehrer arbeiten für Lagenser Sekundarschule eng zusammen
VON WOLFGANG BECKER

Die Pläne sind ehrgeizig, der Zeitrahmen ist eng: Zum Schuljahr 2013/14 soll in Lage die Sekundarschule an den Start gehen. Ein Entwicklungsteam ist dabei, die Grundlagen vorzubereiten.

Lage. Im Schulausschuss gab der Sprecher der Schulleitungen der weiterführenden Schulen, Rektor Armin Zeller von der Kantorschule, einen Bericht über den Sachstand der bisherigen Arbeit. Die Diskussion um eine Gesamtschule habe gezeigt, dass ein Teil der Eltern für Lage ein Schulangebot wünscht, das ein längeres gemeinsames Lernen nach dem Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht.

Hintergrund ist ein zehnprozentiger Rückgang der Übergangsquote bei den Hauptschulen. Maßbruch- und Kantorschule sind in Folge dessen für sich genommen in ihrem Bestand gefährdet. Würde man sie zusammenlegen, beliefe sich die Schülerzahl auf 500. Die Nachfrage nach Hauptschulen sei nicht mehr die wie vor Jahren, unterstrich Rektor Zeller. Dazu komme der Wunsch nach längerem gemeinsamen Unterricht und der Inklusionsgedanke.

Alle Schulleitungen der weiterführenden Schulen beteiligen sich aktiv an der Erstellung eines pädagogischen Rahmenkonzeptes. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines passgenauen Angebotes für Lage, das die bisherigen Schulformen mit berücksichtigt, um ein vollständiges, flexibles und wohnortnahes Bildungsangebot sicherstellen zu können. "Unter Berücksichtigung der Ausgangslage geht es um ein ergänzendes und nicht konkurrierendes System, um allen Wünschen und Bedürfnissen durch die unterschiedlichen Profil- und Schwerpunktsetzungen gerecht zu werden."

Darüber hinaus solle Lage im künftigen Wettbewerb der Schulstandorte benachbarter Kommunen besser aufgestellt werden, um Schülerabwanderungen zu begrenzen. In einer zukünftigen Sekundarschule sollte zudem auf bewährte Elemente der bestehenden weiterführenden Schulen unbedingt zurückgegriffen werden. Unabdingbar sei in Lage bei der spezifischen Ausgangssituation eine Konsensfindung in und mit den bestehenden Schulen. Die zunehmende Bereitschaft der Eltern, unideologisch zum Wohl und zur Förderung der eigenen Kinder über Strukturreformen und Veränderungen in der Schullandschaft zu diskutieren, sollte nach Meinung der Schulleitungen auch von alle politischen und schulischen Vertretern beherzigt werden.

Im Juni, spätestens bis zu den Sommerferien, soll das pädagogische Rahmenkonzept fertig sein. Zwischen Sommer- und Herbstferien erfolgt dann die Elternbefragung. Zum Jahresende muss der Rat dann einen Grundsatzbeschluss zur Sekundarschule fassen.


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