Realschüler beschäftigen sich zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus mit dem Buch der Jüdin Hannah Gofrith
Lage. Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus hat die Stadtbücherei eine besondere Lesung veranstaltet. Schüler aus den achten Klassen der Realschule stellten das Buch "Gern wäre ich geflogen - wie ein Schmetterling" der Jüdin Hannah Gofrith vor.
In der autobiografischen Erzählung hat die polnische, heute in Israel lebende Autorin Gofrith Erinnerungen an ihre Kindheit während des Holocaust vor rund 70 Jahren niedergeschrieben. Das Buch schildert, wie Hannah zunächst eine glückliche Kindheit mit ihrer Familie in Polen verlebt - und wie sich mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und der Besetzung des Landes durch die Deutschen plötzlich alles verändert. Hannah berichtet von ersten Ausgrenzungen, vom gelben Stern. Sie thematisiert das jüdische Ghetto, Vertreibung und die Konzentrationslager. Viele ihrer Familienangehörigen werden von den Nationalsozialisten ermordet, auch ihr Vater. Hannah und ihre Mutter überleben nur, weil sie von Bekannten versteckt werden.
Die Schüler hatten sich im Kursus Sozialwissenschaften Unter der Leitung ihrer Lehrerin Anne Catherine Reuter mit dem Thema beschäftigt. (tos)
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