Montag, 21.05.2012
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09.01.2012
LEMGO
LED-Leuchten sind nicht bei allen Bürgern beliebt
Anwohner der Leipziger Straße finden das Licht zu kalt

Lemgo (reni). Energie und Kosten sparen. Das hat sich die Stadt Lemgo in Sachen Straßenbeleuchtung für die Zukunft vorgenommen. Seit Ende 2011 werden deshalb nach und nach alle Straßenlaternen gegen energiesparende LED-Leuchten ausgetauscht. An der Leipziger Straße im Lemgoer Norden ist die neue Technik seit Mitte November im Einsatz.

Dass die neue Straßenbeleuchtung was ihr Aussehen angeht um einiges schicker und moderner ist, als die alten Quecksilberleuchten mit ihren in die Jahre gekommenen Milchglaskuppeln, mag niemand bestreiten. Aber wie sieht es mit dem eigentlichen Zweck, dem Lichtspenden in der Dunkelheit aus? Die LZ hat sich bei den Anwohnern umgehört.

"Da bin ich jetzt ja ein bisschen befangen", schmunzelt Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, der an der Leipziger Straße wohnt. "Aber sicherlich finde ich die Laternen besser als die Alten, denn sie sparen Energie, schonen die Umwelt und den Geldbeutel", so das Stadtoberhaupt.

Unter diesem positiven Aspekt sehen es viele Anwohner. Doch mit dem Licht der neuen Technik sind nicht alle zufrieden. "Die LEDs sind viel zu hell, man kann kaum hoch zur Laternen schauen", findet eine Anwohnerin. "Der Lichtkegel auf der Straße dagegen ist viel kleiner, fast halb so groß wie vorher", findet Hans Pohl, der eine Straßenlaterne genau vor seiner Haustür stehen hat. Zwischen zwei Laternen sind jetzt deutliche dunkle Bereiche zu erkennen. Erhellt wird nur noch ein kleiner Bereich des Bürgersteigs und der Straße. Das Licht wird außerdem gezielt in Richtung Straße gelenkt und beleuchtet keine Hausfronten oder Grundstücke mehr. Sicherlich gewollt, doch für die Hausbesitzer ungewohnt. "Unser Hauseingang war seitdem wir hier wohnen immer gut beleuchtet. Sicherlich ein schöner Nebeneffekt, der aber bestimmt auch Einbrecher abgeschreckt hat", so Pohl.

Viele der Anwohner stehen dem neuen Beleuchtungskonzept neutral gegenüber. "So oft bin ich nicht draußen, wenn es dunkel ist. Wir haben auch noch unseren Bewegungsmelder", sieht der 94-jährige Kurt Walter das Thema gelassen.

Als zu kalt wird das LED-Licht oft bezeichnet. "Wenn man jetzt aus dem Fenster schaut, sieht es manchmal so aus als wäre die Straße gefroren", beschreibt Veronika Sauerländer das bläuliche Licht. "Da gibt es doch sicherlich auch Leuchten die wärmeres Licht abstrahlen", meint Hans-Adolf Wächter, der jedoch wie die meisten Anwohner im Spareffekt einen großen Vorteil sieht.


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