Lemgo-Brake. Geplant sind auf dem verkehrsgünstig gelegenen Areal 24 Wohneinheiten zwischen 50 und 100 Quadratmetern Grundfläche nebst Tiefgaragen- oder Außenstellplätzen an der Schloßstraße. Südlich davon an der Ecke Lemgoer Straße wird ein Pflegeheim gebaut. Ab heute beginnt die Vermarktung der Wohnungen, im Sommer 2013 sollen die ersten Bewohner einziehen können.
Eigentum
Partner des Lemgoer Vereins St. Loyen für das Großprojekt in Brake sind neben dem Evangelischen Johanneswerk die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, deren Tochtergesellschaft OWL-Immobilien GmbH sowie als Bauträger die "Kontur Bau Vision GmbH". Preislich bewegen sich die Service-Wohnungen "Am Schloss" zwischen 116 500 und 226 000 Euro. Die künftigen Bewohner müssen nicht zwingend Eigentümer sein. "Das Projekt ist insbesondere interessant für Kapitalanlager, aber auch für Kinder, die ihren Eltern diese Wohnform ermöglichen wollen", sagt Tobias Krumsiek von OWL-Immobilien. (as)
"Wir sind froh, dass wir das Hennig-Areal so entwickeln können", sagte Gerd Plöger vom Vorstand des Vereins St. Loyen in einem Pressegespräch. Derzeit gebe es in Lemgo 264 Pflegeplätze sowie 70 Wohnungen mit Betreuung. Die Nachfrage nach betreutem Wohnen sei jedoch nach wie vor groß. Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Schloss sowie zur Innenstadt sei ideal. Verkehrsmittel, Nahversorger, Erholungsmöglichkeiten und kulturelle Einrichtungen lägen vor der Haustür.
Einziehen kann man dort frühestens mit 55 Jahren. "Vorteile und Notwendigkeit des betreuten Wohnens werden auch ,jüngeren Alten' zunehmend bewusst", hat Plöger beobachtet. Wer wolle, könne bei guter Gesundheit dort einziehen, bis an sein Lebensende dort wohnen bleiben und habe bei Bedarf stets ein umfassendes Service-Angebot zur Verfügung. Das reiche von Besorgungen und Handwerker-Dienstleistungen bis hin zu medizinischer und pflegerischer Versorgung. Entsprechend werden alle Wohnungen behindertengerecht ausgeführt und mit Notruf-System ausgestattet.
Vor den Wohnungen wird zunächst das Pflegeheim errichtet. Es wird sich auf demente Patienten spezialisieren. Laut Plöger handelt es sich um ein in Deutschland einzigartiges Projekt, das auch wissenschaftlich begleitet wird. Die innere Uhr der Demenzkranken soll mittels Licht, Gerüchen, Geschmack und anderen Reizen auf eine passende Tagesstruktur "geeicht" werden.
Das dreigeschossige Pflegeheim entsteht auf einer Grundfläche von 1.548 Quadratmetern. Die 80 Bewohner werden in sechs Einheiten untergebracht. Die insgesamt 24 Einheiten für das "Service-Wohnen" entstehen auf einer Grundfläche von 969 Quadratmetern. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude plus Staffelgeschoss.