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03.02.2012
LEMGO
Lemgoer Gebr. Brasseler entwickeln neues Medizinprodukt
Blauer Bohrer soll gesunden Zahn schonen
VON AXEL BÜRGER

In Aktion | Foto: Privat

Lemgo. Die Turbine dreht sich mit 400.000 Umdrehungen pro Minute, der Bohrer durchdringt den harten Zahnschmelz. Aus Lemgo stammt ein neues Produkt, das quasi von selbst am gesunden Zahn "stoppt". 

Fast schon an das Equipment von James Bond erinnert die spezielle Eigenschaft des neuen "Polybur P1". So heißt der neue Polymerbohrer aus dem Hause Gebr. Brasseler. "Er zerstört sich quasi selbst. Wenn er auf hartes und gesundes Dentin stößt, stumpft er ab. Der Bohrer limitiert sich also selbst", erläutert Karl-Heinz Danger, Ressorleiter Forschung bei Brasseler, die Vorteile des Produkts aus Kunststoff.

Rund 20 Prozent der Bevölkerung haben große Angst vor dem Zahnarzt. Wer Karies hat, kommt an einem Besuch jedoch nicht vorbei. Die Firma Gebr. Brasseler stellt seit Jahrzehnten Hartmetallbohrer her - ein Standardprodukt, das jeder Zahnarzt nutzt. Wie viele Unternehmen lebt auch der Lemgoer Spezialist für zahnmedizinische Produkte von der Innovation.

Info
Stückpreis zwei Euro


Mit dem neuen Bohrer betritt Brasseler Neuland, denn das Produkt ist im Gegensatz zum Hartmetallbohrer ein Ein-Weg-Artikel. Der Verkaufspreis liegt bei zwei Euro pro Stück. Das Lemgoer Unternehmen hat insgesamt 15.000 verschiedene Produkte im Angebot. Das Patent für den neuen Bohrer läuft 20 Jahre. Der neue P1 ist in drei Größen zu haben. Farblich hat sich Brasseler für das typische Blau seiner "Komet"-Produkte entschieden. Wer in Zukunft zum Zahnarzt muss, darf eine "lokalpatriotische Frage" an den Mediziner seines Vertrauens richten: "Bohren Sie mit dem neuen P1 von Komet?" (ax)

"Unser Außendienst hat allein in Deutschland Kontakte zu rund 50.000 Zahnärzten. Seit der Firmengründung schätzen wir direkte Verbindungen zu den Anwendern", erklärt Danger. Er will damit sagen: Die Zahnärzte gehören zu den besten Informationsquellen, wenn es um Weiterentwicklungen geht.

Druck, Temperaturen und Vibrationen können beim Bohren Schmerzen verursachen. Daher gilt die Maxime, diese Parameter zu beeinflussen. "Ein Grund, warum wir bei der Produktentwicklung immer wieder Universitätsprofessoren und so genannte Opinion-Leader hinzuziehen - Zahnärzte, die individuelle Konzepte verfolgen und uns beraten können", erläutert Marketingleiter Frank Janßen.

Die Branche, so Karl-Heinz Danger, sei konservativ eingestellt, die Produktzyklen seien lang. Bevor beispielsweise Bohrer ersetzt würden, müsse viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Vor fünf Jahren entwickelte das Lemgoer Unternehmen den ersten Zahnbohrer aus Keramik. Jetzt bringt Brasseler den ersten Polymerbohrer heraus.

Er wird im Spritzgussverfahren hergestellt und an der Maschine verpackt. Die Idee ist unter anderem dem Trend in der Medizin geschuldet, soviel vom Zahn wie möglich zu retten. Danger: "Jahrzehntelang wurde relativ schnell gezogen oder großzügig präpariert. Die Zeiten sind vorbei."


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