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18.02.2012
LEMGO
Das "Hexenmuseum" befragt seine Besucher
Lemgoer Institution will auf Wünsche seiner Gäste eingehen
VON THOMAS REINEKE

Museumsleiter Jürgen Scheffler im Hexenbürgermeisterhaus, das im vergangenen Jahrzehnt völlig neu gestaltet worden ist. | Foto: Reineke

Lemgo. Seit 2004 gibt es das "neue" Hexenbürgermeisterhaus. Acht Jahre nach der Wiedereröffnung will das Museum sein Innenleben zum Teil neu gestalten. Basis ist eine Besucherbefragung. Dabei kam unter anderem heraus: So mancher Gast ist überrascht, dass im "Hexenbürgermeisterhaus" die Hexenverfolgung in Lemgo nur einen kleineren Teil der rund 600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche belegt.

"Wir zeigen zwar die Folterinstrumente des Scharfrichters. Persönliche Daten zu den Opfern sind aber Mangelware", sagt Museumsleiter Jürgen Scheffler. So gebe es beispielsweise vom Todesurteil von Catharina Goehausen nur eine knappe Abschrift. "Es ist das Haus selbst, was die Hexenverfolgung symbolisiert", sagt Scheffler. So habe Goehausen bis zu ihrer Hinrichtung 1654 in dem Gebäude gelebt.

Und auch ihr Sohn wohnte hier: Bürgermeister Hermann Cothmann (1629-1683), den viele als größten Hexenjäger von Lemgo sehen. In seiner Amtszeit starben rund 100 Menschen nach Prozessen - darunter auch viele Männer. Scheffler und sein Team wollen jetzt darüber nachdenken, wie die Hexenverfolgung im Museum noch besser dargestellt werden kann.

Ebenfalls überdacht werden soll die Ausschilderung zum gestalteten Garten des Hauses. Bewährt habe sich, das zeigte die Befragung ebenfalls, der Einführungsfilm im Dielenbereich und das "Museumskino" im Speichergeschoss. Dort sind drei Filme anwählbar, die jeweils eine halbe Stunde laufen und rege nachgefragt werden.

Beispielsweise der Streifen "Pole Poppenspäler" nach der Novelle von Theodor Storm, der 1935 unter anderem am Schloss Brake gedreht worden ist. Sehr gut nachgefragt wird laut Schäffler auch ein Film über die Ehrenbürgerin Karla Raveh, den Studierende der Uni Bielefeld produziert haben. Sollten auf Dachböden oder in Kellern historische Streifen aus Lemgo schlummern, würde sich Scheffler sehr über einen Anruf freuen. "Ich suche beispielsweise noch nach einem Film über das Schützenfest von 1925. Den soll es tatsächlich geben."

Scheffler freut besonders, dass fast alle Besucher in der Befragung das Personal als kompetent und freundlich bewerten, das Museum als "angenehmen Ort" beschreiben und entsprechend relativ lange bleiben. Über die Hälfte der Befragten länger als eine Stunde. "Das ist viel für ein Haus unserer Größe", so Scheffler.
Die Umfrage soll im Sommer mit einem überarbeiteten Fragenkatalog fortgesetzt werden.


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