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25.02.2012
LEMGO
In Lemgo kann der Verkehr auf der autoreichsten Straße für Monate ins Stocken kommen
Baustelle auf der Gosebrede
VON THOMAS REINEKE

Zweite Bauphase | Grafik: Stadt Lemgo

Lemgo. Lemgoer und Durchreisende müssen sich ab Mitte Mai auf Umwege oder längere Wartezeiten am Steuer einstellen. Für ein knappes halbes Jahr haben in der Gosebrede die Bauarbeiter das Sagen.

Ortsunkundigen, die sich wegen dieser Ankündigung noch keine große Sorgen machen, sei gesagt: Die Gosebrede (B 238) ist das Verbindungsstück zwischen der Herforder Straße und der Richard-Wagner-Straße. Von dort geht es weiter Richtung Dörentrup/Barntrup oder zum Krankenhaus beziehungsweise nach Kalletal und weiter zur A 2. Das nur einen guten halben Kilometer lange Stück Asphalt ist mit weit über 20.000 Fahrzeugen am Tag die verkehrsreichste Straße in Lemgo und neben der ebenso belasteten Richard-Wagner-Straße das Hauptargument für die Befürworter des nördlichen Teils der Westumgehung, den es bekanntlich noch nicht gibt.

Info
Auf 2012 verschoben:
Die Maßnahme in der Gosebrede steht im Zusammenhang mit der Sanierung der Herforder Straße (B 238) im vergangenen Jahr. Damals investierte der Landesbetrieb Straßenbau rund 700.000 Euro in eine neue Asphaltdecke. Zusätzlich wurden beidseitig Fahrradstreifen angelegt, und es fielen Parkmöglichkeiten weg. Die Gosebrede sollte ursprünglich auch bereits in 2011 saniert werden. Wegen des nahenden Winters wurde die Maßnahme jedoch auf dieses Jahr verschoben.

In der Gosebrede soll ab Mitte Mai erst der in der Erde liegende Mischwasserkanal saniert werden. Anschließend erneuert der Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW, Bielefeld) die Fahrbahn­decke. Dazu werden in dem Teilstück ab der Einmündung Alter Knick bis zur Kreuzung Entruper Weg auf beiden Seiten ein Rad- und ein Gehweg neu angelegt. Dadurch verringert sich die Fahrbahnbreite von 8,50 auf 6,50 Meter.

Um bei den Kanalarbeiten schnell voran zu kommen, werden laut Angaben von Klaus Hagemeister vom städtischen Eigenbetrieb "Straßen und Entwässerung Lemgo" (SEL) Mitte Mai zwei Bau­kolonnen gleichzeitig beginnen.

In der ersten Phase, die einige ­Wochen dauern wird, wird die Gose­brede zur Einbahnstraße. Sie ist nur für die Verkehrsteilnehmer zu passieren, die Richtung Herforder Straße fahren. In der zweiten Bauphase wird zusätzlich die Leuchte zur Sackgasse, um den Verkehr aus dem ­Kreuzungsbereich zur Gosebrede herauszuhalten, da hier der Asphalt erneuert wird. In der nächsten Bauphase wird die Gosebrede zwischen den Einmündungen zur Leuchte und zum Alten Knick voll gesperrt.

Der örtliche Durchgangsverkehr wird dann komplett durch die Leuchte und den Entruper Weg geleitet. "In der Phase wird Parken dort nur an wenigen Stellen möglich sein", sagt ­Hagemeister. Anschließend folgt wieder eine Einbahn­straßenführung durch die ­Gosebrede bei gleichzeitiger Sperrung der Leuchte.

In der dritten Bauphase wird die Gosebrede erneut voll gesperrt: und zwar vom Alten Knick bis zum Entruper Weg. Dann fließt wieder der volle Verkehr durch die Leuchte. Alle Bauarbeiten sollen zum Ende der Herbstferien (21. Oktober) abgeschlossen sein.


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