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08.02.2013
LEMGO
"LE"-Kennzeichen: Kreisverwaltung bringt Lemgoer SPD auf die Palme
Udo Golabeck spricht von "Arroganz"
VON THOMAS REINEKE

"LE" statt "LIP" | Montage: Brettmeier

Lemgo. 140 Altkreise beziehungsweise Städte haben bundesweit bereits ihre alten Kennzeichen zurück. Nur Lemgo soll das "LE" nicht bekommen. So will es die Kreisverwaltung. Das erzürnt die Lemgoer SPD.  

Wie berichtet, heißt es in einem von Landrat Friedel Heuwinkel unterzeichneten Beschlussvorschlag für den Kreistag, dass dieser den Antrag aus Lemgo auf Wiedereinführung des "LE"-Kennzeichens ablehnen soll. Begründung in verkürzter Form: Wenn der Kreistag nur das "LE" wieder ermögliche, wären die Detmolder irritiert, weil es bisher noch keine Initiative für das Comeback des "DT" gibt. Und beide alten Kennzeichen wieder einzuführen, würde die gemeinsame Tradition, die alle Lipper verbinde, nicht stützen - im Gegensatz zu dem werbewirksamen und identitätsstiftenden "LIP".

"Ich finde, hier sitzt die Kreisverwaltung auf einem sehr hohen Ross. Anstelle der so oft reklamierten Bürgerfreundlichkeit ist das pure Arroganz. Meine Fraktion ist darüber total sauer", sagt Udo Golabeck, Vorsitzender der Lemgoer Sozialdemokraten im Stadtrat. Die SPD hatte im vergangenen Spätherbst den Anstoß gegeben, das "LE"-Kennzeichen wieder einzuführen.

Die Begründung: Die Lemgoer könnten bei der Wahl ihres Kennzeichens Heimatverbundenheit bekunden. Dazu sei "LE" ein Werbefaktor für Lemgo, und Verwaltungskosten fielen durch die Ausgabe des neuen alten Kennzeichens auch nicht an.
In einem offenen Brief der Lemgoer SPD an die Kreistagsabgeordneten heißt es, dass der Rat mit seinem Antrag für das "LE"-Zeichen eine bürgerfreundliche Haltung dokumentiere. Diese dürfe nicht einfach wieder kassiert werden, meint Golabeck.

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Die lippische Politik soll sich gegen die Wiedereinführung des "LE"-Kenn­zeichens aussprechen. Was halten Sie von der Rückkehr der "LE"- und "DT"-Kennzeichen?





Zumal auch das Bundesverkehrsministerium, das die Wiedereinführung der Alt-Kennzeichen im vergangenen November zugelassen hat, dieses als bürgerfreundliches Angebot verstehe. Andernorts, wo die Retro-Schilder wieder zugelassen seien, gebe es eine Vielzahl von Wunschreservierungen und Ummeldungen. "Das zeugt vom großen Interesse der Menschen an den alten Kennzeichen und praktizierter Bürgernähe der Verwaltung und Politik", so Golabeck.

Behandelt wird der Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung am Mittwoch, 13. Februar, um 15.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung des Kreis-Verkehrsausschuss (Kreishaus Detmold, Raum "Kaunas"). Abschließend entscheiden wird der Kreistag über den Antrag aus Lemgo, und zwar voraussichtlich in seiner Sitzung am Montag, 18. März.

Aktuell tragen noch 450 Fahrzeuge in Lippe das "LE"-Zeichen. Sie sind allesamt vor 1973 zugelassen worden.


Initiative kommt aus Heilbronn

Urheber der Wiedereinführung der alten Kfz-Schilder in Deutschland ist die "Heilbronner Initiative Kennzeichen-Liberalisierung" - ein Forschungsprojekt an der Hochschule im Norden von Baden-Württemberg. Ein Team der Initiative befragte zwischen 2010 und 2012 nach eigenen Angaben über 50.000 Bewohner in 200 deutschen Städten, ob sie sich "ihr" Alt-Kennzeichen wieder wünschen. Das Resultat: 72 Prozent bejahten die Frage. Überraschend war auch die Erkenntnis, dass vor allem die 16- bis 30-Jährigen einen eindeutigen Wunsch nach Verortung in ihrer Stadt äußerten. Zum 1. November 2012 erfolgte die Reform der Fahrzeugzilassungsverordnung, nach der Alt-Kennzeichen auf Wunsch der betreffenden Kommunen wieder möglich sind. Nach Angaben der Heilbronner Forscher haben seitdem bundesweit 140 Städte und Altkreise (in NRW 14) ihre alte Buchstabenkennung wieder. 30 weitere folgen in Kürze. (Rei)

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Kommentare
Ich bin für die Wiedereinführung der DT und LE Kennzeichen. Das LIP wurde doch seinerzeit von einigen Jungliberalen eingeführt ohne überhaupt nur einen einzigen Bürger nach seiner Meinung zu fragen.

Ein Brett vorm Kopf wäre anstatt des Blattes an der Heckscheibe sinniger @A. Gabbey ;-)

Ich würde mich riesig freuen, wieder "DT" an unseren Fahrzeugen zu haben!
Und ich kenne genügend Leute, die das auch so sehen.
Detmold ist die Residenzstadt und ich finde es stünde uns gut, das auch mit dem Kennzeichen zu signalisieren. Außerdem wissen sehr viele Leute gar nicht was LIP ist, sie fragen immer: "Kommen Sie aus Lippstadt"?
Wenigstens für Oldtimer könnte man ein DT bzw. LE möglich machen!
Wir sind absolut für DT und LE und ich werde mir ein DIN A 4 Blatt in die Heckscheibe kleben auf dem steht:
Ich bin für DT und LE!!

Gruß Angelika G.

Ob DT, LE oder LIP ist doch völlig egal. Ein Depp am Steuer bleibt ein Depp auch wenn er plötzlich ein anderes Kennzeichen hat. Die Fahrzeuge aus LIP (lass ihn pennen) erkennt man nicht am Kennzeichen, sondern daran, dass da die Fliegen auf der Heckscheibe kleben.:-)

ganz ehrlich, ob die Autos mit LE oder LIP gekennzeichnet sind ist in der heutigen Zeit sehr albern darüber zu diskutieren. Menschen denen tägtäglich dieser starke Autoverkehr zum Hals raushängt und seit Jahrzehnten auf eine Umgehung hoffen, ist das schnurz, piep egal. Ich sage immer: alles zur passenden Zeit!



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