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03.03.2011
LEOPOLDSHÖHE
Im Leopoldshöher Zentrum fehlt ein Schuhgeschäft
"Mobile Redaktion" der LZ auf dem Marktplatz: Einkaufsmöglichkeiten in den Ortsteilen sind gefragt
VON DANIEL HOBEIN

Im Gespräch | Foto: Hobein

Leopoldshöhe. Die Bürger bestätigen die Aussage im Einzelhandelsgutachten: Vor allem ein Schuhgeschäft und ein Haushaltswarengeschäft werden in Leopoldshöhe vermisst.

Am Mittwoch hatte die "Mobile Redaktion" im Leopoldshöher Zentrum Station gemacht. LZ-Redakteurin Micaela Breder hörte sich unter den Bürgern um, wie sie die Einkaufssituation einschätzen und wo sie noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen.

Julia Werning wohnt seit einiger Zeit in Bexterhagen. Sie wünscht sich mehr Banken und ein Kindermodengeschäft. Für Hartmut Kunst ist die Einkaufssituation "gut". Nur: Ein Schuhgeschäft würde noch fehlen. Das wünschten sich auch Christa Rüter und Wilma Andretzky. "Ich wohne in Schuckenbaum und der nächste Schuhladen ist in Asemissen", weist Wilma Andretzky hin. Die ABS habe zwei große Schuhfachgeschäfte angeschrieben, berichtet Frank Euler. "Bei einem steht die Entscheidung noch aus."

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Besonders das Haushaltswarengeschäft "Krullmann" vermissen viele Bürger. "Selbst wenn man nur eine Schraube haben wollte, war man dort richtig", meint Inge Dornfeldt. "Für den täglichen Bedarf ist alles da, nur werden die kleinen Einzelhandelsgeschäfte weniger, die das Einkaufen attraktiv machen", bedauert Heike Niemeyer. Bei der Frage nach einem Nahversorger für Schuckenbaum gehen die Meinungen auseinander. "Wenn dort ein Laden aufmacht, wird uns Kundschaft abgezogen", befürchtet Gustav Koch, der am Marktplatz sein Geschäft hat.

Andreas Bruck (Grüne) bezweifelt, dass ein SB-Markt dort rentabel sei. Alternativen könnten ein Lieferservice oder ein Gemeinschaftstaxi zum Einkaufen sein, so Axel Meckelmann (CDU). Die Politik könne Anstöße und Anregungen geben, um die Versorgung zu verbessern. "Aber letztlich entscheidet der Markt." "Der Altersdurchschnitt geht immer weiter noch oben. Für die älteren Bürger in den Ortsteilen wird das Einkaufen immer schwieriger", meint Dorfgemeinschaftsvorsitzender Frank Claus. Horst-Dieter Schmidt ist laut eigener Aussage aus diesem Grund von Schuckenbaum ins Zentrum gezogen.

Der Evenhauser Berg markiere auch beim Einkaufsverhalten die Grenze zwischen dem Gemeindenorden und -süden. Die beiden Kaufmannschaften strebten jedoch eine bessere Zusammenarbeit an, erklärt Frank Sürig von der Werbegemeinschaft Asemissen, Bechterdissen/Greste. "Eine Zusammenlegung ist allerdings nicht geplant."



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