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27.01.2013
LÜGDE
"Lippische Rose" soll in russischer Hand erblühen
Investor setzt sich bei turbulenter Zwangsversteigerung durch und kauft das Hummerser Hotel
VON JUSTIN BLUM

Blomberg/Lügde-Hummersen. Neuer Besitzer für das Sorgenkind: Ein russischer Investor hat die "Lippische Rose" für 151.000 Euro ersteigert und will das Hotel bald wiedereröffnen. Insgesamt hatten drei Interessenten mitgeboten.

Das Publikum im vollen Verhandlungssaal des Blomberger Amtsgerichts war am Donnerstagmorgen international zusammengesetzt. Auch Interessenten aus Russland, den Niederlanden, Italien und den USA hatten den Weg in die Nelkenstadt gefunden. Objekt der Begierde: Der traditionsreiche Hummerser Gastronomiebetrieb "Lippische Rose", der seit mehr als vier Jahren verwaist ist.

Wie berichtet, hatten die Eurohypo AG und die Stadt Lügde als Hauptgläubiger bereits vor zwei Jahren versucht, den aus drei Grundstücken bestehenden Hotelkomplex mit Kegelbahnen, Schwimmbad und 60 Zimmern zu veräußern. Damals erhielt die "Am Schuhmacher 22 GmbH" mit ihrem Gebot über 122.000 Euro zwar den Zuschlag, bezahlte die Kaufsumme allerdings nie.

Jetzt bezifferte das Gericht den Verkehrswert des Gebäudekomplexes auf 117.500 Euro. Als Mindestgebot rief Versteigerungsleiter Thomas Drewes rund 30.450 Euro auf - plus einer vorher vorzulegenden Sicherheitsleistung, gedeckt mit 10 Prozent des Verkehrswertes.

Als erster Bieter trat Antonio Brogneri mit einem Gebot von 58.750 Euro vor. Brogneri ist einer von drei Gesellschaftern der AMF Fair Holiday GmbH, die in Hummersen bereits am "Kracht Hof" und dem Hotel "Zur Post" beteiligt ist. Im August 2012 hatten die Gesellschafter die Dorfbewohner über ihre Pläne informiert. Mit dem Betrieb aller drei örtlichen Gastronomiebetriebe wollte die AMF Fair Holiday GmbH täglich Hunderte Besucher ins beschauliche Hummersen locken und bis zu 50 neue Arbeitsplätze schaffen - daraus wird jetzt wohl nichts mehr.

"Ich bin heute als Privatmann und nicht für AMF Fair Holiday GmbH hier", betonte Brogneri in einer Verhandlungspause. Bei 106.000 Euro stieg er aus. Pravda Tzvetkova aus Holland und Gennady Filkin aus Moskau trieben das Höchstgebot nach wenigen Minuten weit über den Verkehrswert, bis der Investor aus Russland schließlich den Zuschlag erhielt. "Ein derartiges Wetteifern erleben wir in solchen Fällen sehr selten", erklärte Thomas Drewes nach Verhandlungsende der LZ.

"Ich möchte das Hotel sanieren und noch in diesem Jahr neu eröffnen. Auch Touristen aus Russland sollen kommen", ließ Gennady Filkin über seinen Rechtsbeistand Vitali Woide mitteilen. "Ich hoffe, dass der Kaufpreis dieses Mal auch wirklich bezahlt wird. Sollte dies so sein, wäre das eine sehr zufriedenstellende Sache", sagte Heinrich Nemann, Rechtbeistand der Eurohypo AG.


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