Donnerstag, 24.04.2014
| RSS | LZ-Nachrichtenticker | Mediadaten | Kontakt | Newsletter


07.02.2013
LÜGDE
Uwe Tillmanns steht als Leiter der geplanten Lügder Sekundarschule in den Startlöchern
"Jetzt liegt es an den Eltern der Viertklässler"

Geht mit Elan in Richtung Sekundarschule | Foto: Blum

Lügde. Die Lügder Sekundarschule kommt. Welche Aufgaben Uwe Tillmanns und sein Kollegium nun erfüllen müssen, darüber spricht der Leiter der Johannes-Gigas-Schule im LZ-Interview.

Seit vergangener Woche ist es amtlich: Lügde darf zum neuen Schuljahr mit einer Sekundarschule an den Start gehen - vorausgesetzt, die erforderlichen 60 Anmeldungen für die neue Schulform werden rechtzeitig erreicht.

Herr Tillmanns, was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Heinz Reker Ihnen die Nachricht über den positiven Bescheid zur Sekundarschule überbracht hat?

Uwe Tillmanns:
Ich war auf jeden Fall erfreut. Wir beide waren uns zu 90 Prozent sicher, dass die Genehmigung erteilt werden wird - die Frage war nur, wie zeitnah zu dem Anmeldefenster das passiert. Im Vorfeld alles für den Antrag erforderliche, etwa das pädagogische Konzept, rechtzeitig auf die Beine zu stellen und mit der Politik abzustimmen, war rückblickend schon ein recht langwieriger Prozess.

Ihre Kollegin Ute Schaper hat im Schulausschuss gesagt, sie sei sehr froh, mit ihren Kollegen nun endlich an die Arbeit gehen zu können.

Tillmanns:
Richtig, jetzt müssen die nächsten Schritte folgen. Jetzt liegt es an den Eltern der Viertklässler.

Sie spielen sicher auf die erforderlichen 60 Anmeldungen für die Sekundarschule an.

Tillmanns:
Die Eltern müssen sich einfach bewusst werden, dass es dieses Mal keine verspäteten Anmeldungen nach dem Fristende am 16. Februar geben wird. Wir wollen jetzt weiter offensiv werben und ich bin optimistisch, dass wir die notwendigen Anmeldungen bekommen werden.

Gab oder gibt es im Kollegium auch Lehrer, die die neue Schulform vielleicht etwas skeptischer sehen?

Tillmanns:
Wir haben uns alle gemeinsam schon vor den Sommerferien 2012 intensiv mit dem Thema beschäftigt und auf den Lehrerkonferenzen diskutiert - das waren teilweise auch sehr ausgiebige Diskussionen. Als das Thema dann auf politischer Ebene konkret wurde, mussten wir unseren Weg wählen. Denn rein konzeptionell hätte es ab Klasse Sieben verschiedene Möglichkeiten gegeben, nämlich eine teil- oder komplett integrierte und eben kooperative Sekundarschule. Ich will nicht verhehlen, dass es fünf oder sechs Lehrer von insgesamt 30 gab, die letzteres Modell favorisiert haben. Die Mehrheit und auch die Schulleitung war aber der Meinung: Wenn Sekundarschule, dann richtig.

Ihre Pläne sind nicht überall auf positive Reaktionen gestoßen. In Schieder zum Beispiel wurde der Vorwurf des Abwerbens von Schülern laut. Was sagen Sie dazu?

Tillmanns:
In kann in dieser Sache nur als Pädagoge und Schulleiter entscheiden und nicht als Politiker. Ich bin überzeugt, dass die Sekundarschule die Schule der Zukunft ist und sich das alte Schubladendenken erledigen wird. Die Hauptschule ist ein Auslaufmodell. Nicht nur die Schlossparkschule in Schieder hat Schwierigkeiten, die erforderlichen 18 Anmeldungen zusammenzubekommen. Daher ist der Schritt hin zu einer integrativen Schulform nur logisch.

Lügde bietet den Schieder-Schwalenberger Familien seit 1993 einen kostenlosen Bus an, um einen Teil der Realschüler zu uns zu transportieren...

Tillmanns:
Jetzt verbessert Lügde sein Schulangebot noch einmal. Es ist doch selbstverständlich, dass die Resonanz deshalb erneut steigen könnte. Das hat mit der Hauptschule vielleicht gar nichts zu tun, sondern einfach damit, dass wir in Lügde eine modernere Schule mit besserer Lehrerversorgung anbieten können.

Apropos Lehrerversorgung: Gibt es für die neue Sekundarschule in Lügde eigentlich bereits genügend Personal?

Tillmanns:
Schon am 19. Februar gibt es die ersten Dienstbesprechungen mit der neuen Schulaufsicht. Bis dahin muss ich feststellen, ob ich alle Fächer der neuen Stundentafel mit dem vorhandenen Personal abdecken kann. Mitte Februar gibt es dann in Detmold eine große Runde, in deren Rahmen dann auch Personalentscheidungen oder Nachbesserungen besprochen und beschlossen werden. Weil wir nicht bei Null anfangen, sondern quasi nur das System umstellen, weiß ich, wo meine Löcher sind und wie ich diese eventuell stopfen kann.

Das Interview führte LZ-Mitarbeiter Justin Blum.

Persönlich

Uwe Tillmanns wurde am 9. März 1956 in Herne geboren. Nach dem Abitur absolvierte er sein Lehramtsstudium an der Bochumer Ruhr-Universität. Seine Referendariat legte er in Aachen ab. 1983 wechselte Uwe Tillmanns als Französisch- und Sportlehrer an die Hauptschule Lügde. Seit 1995 ist er an der Realschule tätig, wo er 2006 den Posten des Schulleiters von seinem Vorgänger Uwe Kolk übernahm. Uwe Tillmanns ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Lügde.


WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder





Anzeige

Service
Anzeige
LZ-Geschenkideen
Anzeige

  
Anzeige
Bürgerberatung Lügde
Am Markt 1
32676 Lügde

Telefon: 05281-770-835
Fax: 05281-989-98-35

Sprechzeiten:
Montag: 7 - 18 Uhr
Dienstag: 7.30 Uhr - 12.45 Uhr
Mittwoch: 7.30 Uhr - 12.45 Uhr
Donnerstag: 7.30 - 16 Uhr
Freitag: 7.30 - 12 Uhr

Bildergalerien aus Lügde
Osterräderlauf 2014
Osterräderlauf 2014
Weihnachtsmarkt in Lügde
Weihnachtsmarkt in Lügde
Martinimarkt Elbrinxen
Martinimarkt Elbrinxen
Schützenfest Falkenhagen
Schützenfest Falkenhagen


Die LZ im Netz

Wetter in Lippe