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22.08.2013
LÜGDE
Lügder wollen den "Turm im Winkel" wieder herrichten
VON KARL-HEINZ KRULL

Schauen nach oben | Fotos: Krull

Lügde. Stolz, aber von der Zeit leicht angeschlagen, steht der "Turm im Winkel" in einer Ecke der Lügder Kernstadt. Jetzt soll er für Stadtführungen wieder zugänglich gemacht werden.

Der "Turm im Winkel" ist einer von zwei Wehrtürmen, die von ursprünglich sieben übrig geblieben sind. "Der Brückentorturm ist ja schon 1988 begehbar gemacht worden. Wenn wir die nötige Unterstützung bekommen, werden wir auch den zweiten Wehrturm so weit herrichten, dass man bis oben hin gehen kann", erläutert Dieter Stumpe. Der Heimat- und Museumsverein hat die Sache in Angriff genommen und erst ganz unten aufgeräumt, aber nur mit Anpacken und ohne finanzielle Mittel werde es wohl nicht getan sein.

Noch wirkt es bei einer ersten Besichtigung nicht so, als ob die schmalen Stiegen und die nicht immer Vertrauen erweckenden Böden der einzelnen Stockwerke für den Besucherandrang tauglich sind. Aber Staub und Turm "atmen Geschichte", und da macht einfach schon der Blick nach oben Spaß, auch wenn Dieter Stumpe vom Aufgang zur ersten Ebene noch etwas skeptisch zum Dachboden guckt.

Das erste Etappenziel ist jedenfalls der 8. September, der Tag des Denkmals. "Um 15 Uhr treffen wir uns am Dechenheim, und dann werden wir erst den Brückentorturm besichtigen. Dann gehen wir zum ,Turm im Winkel’ und anschließend zur Scheune in der Vorderen Straße", erläutert Stumpe den Plan.

Daten, die erst interessant sind, wenn sie mit Inhalt gefüllt werden, und da gibt es zum "Turm im Winkel" viel zu erzählen. Ähnlich alt wie sein Bruder an der Emmerbrücke, also wohl um das Jahr 1200 mit der 1.500 Meter langen Stadtmauer und den hölzernen Wehrgängen errichtet, hat er 1797 den Großbrand in Lügde einigermaßen überstanden. Anschließend wurde er zur Unterbringung der Menschen aus dem Armenhaus genutzt. "1844 wurde der Turm für Obdachlose hergerichtet und ein Schornstein eingezogen", so Stumpe.

An dem befand sich ein Ofen, der auf der unteren Ebene stand. Diejenigen, die oben wohnten, durften auf warme Luft von unten hoffen. Jedenfalls muss es, wohl auch nach damaligen Maßstäben, sehr ungemütlich gewesen sein. Eine Fläche von etwa 3,50 Meter Durchmesser standen zum Wohnen auf vier Ebenen zur Verfügung - abzüglich des Platzes für die Luken und Leitern.

Um den Turm komplett zugänglich zu machen, ist noch einiges zu tun. Damit kennen sich die Mitglieder des Museumsvereins um ihren Vorsitzenden Josef Hoppenstock aus. Der hat schon, gemeinsam mit Alfred Schlichte und Walter Tennie, im ersten Anlauf mit angepackt und steht jetzt draußen und rätselt über die Höhe des Turmes. "Ich denke, der hat 22 Meter", vermutet er. Das muss aber noch nachgemessen werden, aber bis der Turm komplett begehbar und für ihn eine neue Info-Tafel erstellt ist, ist noch etwas Zeit.


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