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18.02.2012
OERLINGHAUSEN
Archäologische Funde faszinieren Kölner Wissenschaftlerin
Expertin Birgit Gehlen will in Oerlinghausen Licht in die wenig erforschte Mittelsteinzeit bringen

Interessante Funde: Birgit Gehlen und Karl Banghard untersuchen Bruchstücke aus der Mittelsteinzeit. | Foto: Prignitz

Oerlinghausen. Winzig klein sind die Feuersteine. Doch die Findlinge können Licht in das Dunkel der Geschichte bringen. Birgit Gehlen ist eine der wenigen Spezialistinnen auf dem Gebiet des Mesolithikums und weiß deshalb: "Diese kleinen Steinchen können ein wichtiges Stück Menschheitsgeschichte schreiben."

Können, denn bislang sei die Mittelsteinzeit Jahrtausende vor Christus "eine Art schwarzes Loch der Architekturgeschichte", bestätigt Karl Banghard. Der Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen ist deshalb glücklich, Birgit Gehlen dort zum zweiten Mal zu begrüßen und von ihr bestätigt zu bekommen, dass Ostwestfalen-Lippe und im Besonderen Oerlinghausen "ein idealer Gunstraum für die Forschung" sind. "Die Funddichte ist groß."

Umso beeindruckter sei sie, weil archäologische Hinweise auf Bauten aus der Mittelsteinzeit-Epoche in Mitteleuropa an einer Hand abzuzählen seien. Zu den Raritäten zählen Pfostenstellungen, die vor etwa 70 Jahren Museumsgründer Hermann Diekmann dokumentiert hat.

Seine Grabungen haben seinerzeit auch Feuerstellen zutage gefördert - am Barkhauser Berg, im Bokelfenn und im Wellbach Lipperreihe. "Solche Architekturfunde gibt es nur ganz selten", bestätigt Gehlen.Das Material kann womöglich dazu beitragen herauszufinden, wie sich das Leben der Menschen nach dem Ende der letzten Eiszeit verändert hat, wie die letzten Jäger und Sammler gelebt haben.

"Diese Zeit des Wandels ist am wenigsten erforscht", sagt Birgit Gehlen. Weil die Funde so unscheinbar seien, "muss man schon wissen, wonach man sucht", um die kleinen archäologischen Schätze zu entdecken. So wie die beiden Feuersteine, die auf dem Tisch des Freilichtmuseums liegen und die bei genauerer Betrachtung als Pfeilspitzen zu erkennen sind.

Gehlen, die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Köln ist, und mit ihr Karl Banghard, würden den Teutoburger Wald gerne raus aus dem Forschungsschatten holen. "Hier könnten wir einen Forschungsschwerpunkt für die Mittelsteinzeit installieren", bestätigt Gehlen.

Um Forschungsgelder zu bekommen, müssten Wissenschaftler einen langen Atem haben. "Wir brauchen weitere Sammelfunde", sagt Gehlen. "Wir brauchen Menschen vor Ort, die sich interessieren, die genau hinschauen und Funde melden. Alleine haben wir keine Chance." (kap)


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