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15.02.2012
SCHIEDER-SCHWALENBERG
Familie Brettmeier hat in Schwalenberg Wurzeln geschlagen
VON MARIANNE SCHWARZER

Ein Nest in der Idylle | Foto: Schwarzer

Schieder-Schwalenberg. Woanders leben? - Das können sich Maren und Ralf Brettmeier nicht vorstellen. Für die jungen Eltern ist Schwalenberg der beste Ort, an dem Töchterchen Hannah aufwachsen kann. Die LZ hat sie besucht.

Ein fieser, eisiger Wind pfeift über die Landstraße Richtung Kollerbeck. Eigentlich ist Schwalenberg hier schon zuende, das Ortsausgangsschild ist wenige Meter entfernt. Familie Brettmeier Junior wartet an der niegelnagelneuen Haustür.

"Komm rein, es gibt warmen Tee", begrüßt Maren Brettmeier den Besuch und geht mit der vierjährigen Hannah voraus in den Rohbau. Die Kleine trägt einen dicken Schneeanzug, denn auf der Baustelle ist es ganz schön kalt. Aber die prasselnden Bauholzscheite im provisorisch aufgestellten Öfchen lassen erahnen, wie gemütlich es hier einmal werden wird.

Seit zwei Jahren verbringt Ralf Brettmeier hier jede freie Minute, um aus der elterlichen Scheune ein Traumhaus zu machen. Eigentlich ist er schon ein Vereinsmeier, ist im Marderrott, engagiert sich bei "Kolibri". "Aber das alles habe ich erst mal zurückgeschraubt, das hier hat jetzt Priorität", bedauert er.

Der gebürtige Schwa- lenberger lebt gern hier. "Diese Natur, die Tiere, die Ruhe - das brauche ich alles", sagt der Konstruktionsmechaniker. Er hat nach der Ausbildung noch Sozialpädagogik studiert und in dem Beruf auch gearbeitet. Dass er nun bei Müller Umwelttechnik arbeitet, hängt auch mit dieser Liebe zu Schwalenberg zusammen: "Ich will gar nicht mehr weg."

Gut, dass Maren Brettmeier diese Liebe zur Malerstadt teilt. Die gebürtige Bad Pyrmonterin hat sich erst an das Leben hier gewöhnen müssen. "Am Anfang war ich immer nur ,die Frau von'. Es hat eine Weile gedauert, bis ich auch einen eigenen Namen hatte", erzählt die 35-Jährige. Doch längst fühle sie sich voll integriert."Man muss aber auch was dafür tun", sagt sie, während sie an der Bierzeltgarnitur neben dem Ofen eine Runde heißen Tee ausschenkt und Klein-Hannah sich ein Blatt und Buntstifte zum Malen holt. Die Kleine hat Mamas Kreativität geerbt: Die Mediengestalterin hat vor allem ihre Talente in die Ortsgemeinschaft eingebracht, hat unter anderem das Logo des Vereins Kolibri entworfen.

Info
Stadt stellt Satzung auf

Junge Menschen in alte Bauten: Dieses Prinzip haben Brettmeiers junior verwirklichen wollen. Doch der Umbau der alten Scheune im Außenbereich, also außerhalb des gültigen Bebauungsplanes, war zunächst gar nicht so einfach. "Wir haben lange mit den Behörden gerungen, bis wir die Genehmigung hatten", erzählt Ralf Beckmeier. Denn im Außenbereich ist die Zahl der Wohneinheiten begrenzt. Am Ende fand sich eine goldene Lösung: Die Stadt stellte eine so genannte Abrundungssatzung auf, so dass der Brettmeiersche Hof und die Baulücke Richtung Ortsgrenze sozusagen eingemeindet wurden. (an)

Mittlerweile will auch sie nicht mehr weg: "Wenn ich abends aus Detmold nach Hause komme, dann kann ich hier richtig eintauchen", schwärmt sie. "Dieses Flair in Schwalenberg ist einfach toll, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre."

Was braucht Schwalenberg? - "Noch mehr Attraktivität, auch für den Tourismus", betont ihr Mann. "Wenn ich sehe, wie es in manchen Ecken in Schwalenberg aussieht, macht mich das wütend." "Die Leute müssten begreifen: Wir machen hier was für uns", ergänzt sie.

Die kleine Familie hat Teestunde und Interview beendet und stellt sich nun fürs Foto den eisigen Temperaturen vor dem Haus. Nebenan gackern die Hühner in einem antik anmutenden Karren, während zwei Pferde von der nahe gelegenen Weide herüberäugen. Der Blick an der Scheunenwand vorbei, sozusagen von der künftigen Terrasse, bietet eine herrliche Sicht auf die idyllische Altstadt, ein Schwenk weiter nach links hinüber in die sanft geschwungenen Felder und Wiesen, in die südostlippische Toskana. Und auch das erklärt, warum die Brettmeiers hier Wurzeln geschlagen haben.



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