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31.01.2013
DETMOLD/SCHIEDER-SCHWALENBERG
Teile der alten Klinik-Ausstattung gehen ans Schwalenberger Mehrgenerationenhaus
Muki-Material leistet weiter gute Dienste

Das Känguru | Foto: Engelhardt

Detmold/Schieder-Schwalenberg (te). Es ist feucht-kalt. Die Lampen sind aus, die Zimmer wirken wie leere Höhlen. Nur ein Flugzeugmodell unter der Decke und einige Fensterbilder zeugen noch davon, dass hier früher Kinder waren. Die ehemalige Kinderklinik in Detmold wartet auf den Abriss.

Aber viele Ausstattungsteile der Mutter-Kind-Station (Muki) kommen noch einmal zu Ehren: im Mehrgenerationenhaus, das der Verein Kolibri in der alten Schwalenberger Schule ausbaut. Bindeglied dorthin sind einmal mehr Jürgen und Waltraud Müller. Das Ehepaar war schon die treibende Kraft für den Bau der Muki-Station in der alten Klinik.

Vor nicht allzu langer Zeit erhielt Jürgen Müller einen Anruf von Peter Schwarze. Der Klinik-Geschäftsführer bot ihm an, alles, was brauchbar war, aus dem Altbau zu entfernen und anderswo einzusetzen. "Müllers hatten damals den Anstoß zu Muki gegeben. Also war es keine Überlegung, denen, die diese gute und schöne Idee gehabt hatten, etwas zurückzugeben", sagt Schwarze.

Wo Hilfe nötig ist, wussten die Müllers schnell: beim Mehrgenerationenhaus. Und so bauen jetzt Freiwillige an Wochenenden Lamellenjalousien, Regale, Schränke, Deckenleuchten ab.

Waltraut und Jürgen Müller gehen gemeinsam mit Peter Schwarze und dem hauseigenen Bauplaner Christoph Potthast durch die Räume der ehemaligen Muki-Station. Die Wandbilder wie das Muki-Känguru wirken noch immer frisch. Jürgen Müller erzählt: Ursprünglich wollten er und seine Frau krebskranken Kindern helfen. "Nachts, wenn die Tränen kommen, sollte ein Elternteil da sein und das Kind trösten können."

Unglaublich viele Menschen machten sich diese Idee zu eigen, am Ende standen fast zwei Millionen Mark Spenden, und die Muki-Station wurde im August 2000 eingeweiht. "Vor den Lippern ziehe ich noch heute meinen Hut", sagt Jürgen Müller und erzählt die Anekdote wie ein kleines Mädchen nach Hause entlassen werden sollte. Während die Mama die Formalitäten erledigte, packte die Kleine die Koffer wieder aus. "Ich will hierbleiben, hier ist es so schön."

Nun wird Muki mit dem Rest der Kinderklinik abgerissen. Auch Müllers haben sich da zunächst gefragt, ob all die Mühen vieler umsonst waren. Aber inzwischen sind sie anderer Meinung. Muki sei quasi mit in die neue Klinik umgezogen. Der Neubau sei gut gelungen, die Entscheidung richtig. Jürgen Müller: "Mit der Gesundheit der Kinder ist der Neubau immer zu rechtfertigen. Es geht doch darum, dass die Kinder eine Chance mehr haben."

Kita in Planung

Familien und Kinder sollen auf dem Gelände der alten Kinder- und Jugendklinik an der Hofstraße weiter einen Platz haben. Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Lippe, beabsichtigt, dort eine Kindertagesstätte errichten. Sie soll 27 Plätze für Unter-Dreijährige und etwa 20 Plätze für Über-Dreijährige bieten. Außerdem gebe es den Gedanken, Familien beratende Dienste des Kreises in dem Neubau unterzubringen, so DRK-Gescbäftsführer Jürgen Puhlmann.

Eine enge Vernetzung mit der Familienklinik bilde dafür den Hintergrund, erläuterte Klinik-Geschäftsführer Peter Schwarze. Denn Zielrichtung des neuen Konzepts der Kinder- und Jugendmedizin sei, Familien schon vor der Geburt des Kindes mit einem Netz von Hilfsangeboten zu versorgen. In sechs Wochen soll der Abriss der Klinik beginnen.


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