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08.02.2013
SCHIEDER-SCHWALENBERG
Schieder-See muss trotz hohem Wasserspiegel nicht abgelassen werden
Betreibergesellschaft verzichtet wegen Bauarbeiten auf Maßnahme
VON MARIANNE SCHWARZER

Stetiger Fluss, aber keine Gefahr | Foto: Gerstendorf-Welle

Schieder-Schwalenberg. Während im Schieder-See die Spundwand für die geplante Umflut immer weiter wächst, ist der Wasserstand ziemlich hoch. Doch vom Überlaufen des Sees kann noch keine Rede sein.

Wie berichtet, hat die Betreibergesellschaft des Schieder-Sees, die Erholungszentrum Schieder GmbH, in diesem Jahr erstmals den Sommerstau beibehalten. Normalerweise wird der See zum Winter hin ein Stück weit abgelassen, um als Rückhaltebecken für mögliches Hochwasser zu dienen.

In Absprache mit der Bezirksregierung hat die EHZ in diesem Jahr darauf verzichtet, damit die Bauarbeiten an der Umflut nicht ins Stocken geraten: Die schwimmenden Pontons für den Bagger und die Vibrationsramme würden sonst möglicherweise auf Grund laufen, denn der See ist recht flach.

Die Sondergenehmigung zu bekommen, sei kein Problem gewesen, sagt EHZ-Geschäftsführer August Tölle vom Kreis Lippe. "Im Allgemeinen wird die Rückhaltefunktion des Sees überschätzt", meint er. "Und mittlerweile haben ja auch Lügde und die anderen Anrainer der unteren Emmer eine Menge für ihren Hochwasserschutz getan."

Zur Zeit ist die Emmer bis an den Rand gefüllt, und doch mussten die Tore der Staumauer in dieser Saison noch nicht ein einziges Mal geöffnet werden, um mehr Wasser an die Unteremmer abzugeben. Wer im Kontrollraum des Sperrwerks sitzt, hört es gleichwohl mächtig rauschen: Stetig fließen die graubraunen Fluten in die Tiefe. "Das sind zur Zeit ungefähr 17 Kubikmeter Wasser pro Sekunde", weiß Valeri Schmidt. Er ist einer der Stauwärter, die den Fluss beim Übertritt vom See in sein Bett überwachen. Von seinem Schreibtisch aus hat er durch das Fenster einen weiten Blick auf den See.

Die Vibrationsramme, die die Stahlplatten senkrecht in den Seeboden setzt, entschwindet bald vor seinen Augen: Die Spundwand ist mittlerweile auf 480 Meter Länge angewachsen. Valeri Schmidt sitzt nicht immer hier. Normalerweise kontrollieren er oder seine Kollegen einmal am Tag die Staumauer und tragen die gemessenen Daten ein, auch die Pegelstände in der unteren Emmer. Die liegen zur Zeit bei 2,14 Metern, allerdings mit steigender Tendenz.

Erst wenn pro Sekunde 50 Kubikmeter und mehr durch das Sperrwerk rauschen, muss der Kontrollraum ständig besetzt sein. "Ich werde automatisch auf meinem Handy benachrichtigt." Dann holen die Schieder-Schwalenberger auch die Lügder mit ins Boot, und ab 60 Kubikmetern pro Sekunde wird Bad Pyrmont in Alarmbereitschaft versetzt. Aber davon ist der See derzeit weit entfernt, auch wenn im Umkreis die Bäche anschwellen.


Echtes Hochwasser ist selten


Eine Alarmierung wegen drohenden Hochwassers hat Vasili Schmidt zuletzt am 23. Dezember vergangenen Jahres erlebt. Das war der Tag, an dem auch die Feuerwehr nach Wöbbel ausrückte, um sich in der Lindenstraße um die angeschwollene Emmer zu kümmern. Doch es blieb in der Staumauer bei dem Alarm: Schmidt musste noch nicht mal zusätzlich Wasser aus dem See ablassen. Das komme ohnehin sehr selten vor. "Die Erfahrung zeigt, dass wir ein bis drei Mal pro Jahr eine Alarmierung haben." Valeri Schmidt hat auch schon mal 80,8 Kubikmeter pro Sekunde verzeichnet, "da haben wir tatsächlich Wasser abgelassen, bis wir bei 71,45 Kubimetern angelangt waren." Er kann von seinem Kontrollraum übrigens auch einen Blick auf das kleine Wasserkraftwerk auf der gegenüber liegenden Straßenseite werfen. "Allerdings haben wir dort zur Zeit einen technischen defekt, darum läuft es nicht." Wenn die Umflut fertig ist, hat sich das Kraftwerk ohnehin erledigt: Dann wird nicht mehr genügend Wasser hindurch fließen. (an)


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