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21.08.2013
SCHIEDER-SCHWALENBERG
Umflut des Schieder-Sees hat begonnen
Teilbereich wird bereits trocken gelegt

Glashütter Segler haben Platz | Foto: Schwarzer

Schieder-Schwalenberg (an). Der Sack ist vorerst zu: Der abgetrennte Bereich des Schieder-Sees, in dem demnächst die Emmer ihr Bett findet, ruht zunächst. Derweil entsteht jenseits des Staudamms bereits ein neues Stück Flusslauf.

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Ruhe auf den Verladeplätzen:

Vorerst werden nicht mehr so viele Lastwagen nach Schieder kommen, und die beiden Ladeplätze am West- und am Nordufer des Sees können ruhen. "In den nächsten Tagen werden wir die Fußgängerbrücke wieder freigeben können", kündigt August Tölle von der Erholungszentrum Schieder GmbH an. Die kleine Umleitung für die Fußgänger und Radfahrer am Ost-Ladeplatz hingegen wird eine Dauerlösung: "Hier schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Landesverband will die Fläche als Holzlagerplatz nutzen, und hier soll überdies ein Angelplatz für Körperbehinderte entstehen", erläutert er. (an)

Wer am Nordufer des Schieder-Sees entlang spaziert, kann es genau verfolgen. Im Bereich der Seeterrassen hat die Firma Möbius bereits den Querriegel aus stählernen Spundbohlen verschlossen. "Was von außen wie ein Durchlass wirkt, ist eine Täuschung: Hier haben wir eine niedrigere Bohle eingesetzt, die nur bis zur Wasseroberfläche reicht", erklärt Bauleiter Dieter Lannewehr.

Jetzt muss sich der zu beiden Seiten der Spundwand aufgeschüttete Stützdamm aus Geröll erst einmal setzen. "Aber in einer Woche lassen wir schon einmal den See um einen halben Meter ab", erläutert August Tölle, Geschäftsführer der Erholungszentrum Schieder GmbH. "Es geht darum, nach und nach den Wasserdruck zu reduzieren", erläutert er. Darum wird es auch insgesamt ein halbes Jahr dauern, bis der jetzt abgetrennte Arm wirklich leer ist. "Wir werden den Bereich ganz langsam leer pumpen", erklärt Bauleiter Dieter Lannewehr.

Ende des Jahres werden die Fische aus dem abgetrennten Becken geholt und im See wieder freigelassen, damit sie bei der Trockenlegung keinen Schaden nehmen. Erst dann kann die Modellierung eines naturnahen Flussbettes beginnen. Jenseits des Staudammes wird bereits eine Menge Erde bewegt. Denn im Bogen soll die Emmer vom neuen Bett am Nordufer zu ihrem natürlichen Verlauf geführt werden, der weiter südlich liegt.

"Wir haben auch noch ein Gefälle von insgesamt vier Metern vom See zur Emmer zu überbrücken", erklärt Lannewehr. Das soll in zwei Sohlgleiten mit einer Länge von insgesamt 140 Metern passieren. Um die Fließgeschwindigkeit auf diesem abschüssigen Stück zu verringern, werden quer in den Flusslauf Schikanen aus Steinen gebaut, so dass der Fluss quasi im Slalom durch das 15 Meter breite Bett fließt. Im selben Zug muss die Zufahrt der Kläranlage ein Stück Richtung Bahnlinie weichen. Erst wenn all dies erledigt ist, kann im Sommmer 2014 der Durchbruch durch den Staudamm beginnen. Dafür soll dieser etwa für vier Wochen gesperrt werden.

Am westlichen Seeende geht es jedoch schon bald weiter: In den Emmerwiesen entstehen jenseits der Fürstenbrücke drei Schilffelder, durch die das Wasser der Niese geleitet wird. Die Niese soll zum Teil nämlich nicht mehr direkt in die Emmer, sondern in den Restsee geleitet werden. "Mit den Spülfeldern verhindern wir, dass weitere Sedimente in den See getragen werden", betont August Tölle.


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