Detmold-Remmighausen (ero). Nach Trauergottesdienst und -marsch soll nun auch ein Gedenkstein auf dem Friedhof in Remmighausen an die getötete Arzu Özmen erinnern. "Nach der Beerdigung in der Türkei brauchen die Menschen vor Ort einen Ort, um ihre Trauer ausdrücken", sagt Mitinitiator Pfarrer Dieter Bökemeier.
Viele in Remmighausen seien der Meinung, dass das Schicksal von Arzu nicht in Vergessenheit geraten dürfe. "Daher der Wunsch nach einem Gedenkstein", so Bökemeier. Die Stadt habe bereits Zustimmung signalisiert. Dies bestätigt Stefan Fenneker von der Stadt. "Der Gedenksteinwunsch wurde von vielen Seiten an uns herangetragen. Wir finden es gut und werden diese Idee positiv begleiten", so Fenneker. Doch Einzelheiten müssten noch erörtert werden. Dazu zählen auch die Kosten für Stein und Inschrift. "Das Geld soll durch Spenden zusammenkommen", so Bökemeier. Welche Inschrift auf dem Gedenkstein verewigt werde, solle erst mit Prozessbeginn gegen Arzus Geschwister (
die LZ berichtete) im April entschieden werden.
Wenn man für jedes schlimme Ereignis einen Gedenkstein aufstellen wollte, wie würde unsere Welt dann aussehen?
Wir werden uns damit abfinden müssen, dass schlimme Dinge geschehen...
Was wir tun sollten ist das Zentrieren im Herzen, Freude, Dankbarkeit und Respekt... Das wäre mein Rezept.