Sonnabend, 02.08.2014
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25.01.2013
BIELEFELD
Nationalpark: FDP beantragt Planungsstopp
Partei kritisiert Verschwendung von 1,6 Millionen Euro

Bielefeld (nw). Mit einem Antrag im Landtag forderte am Donnerstag die FDP den sofortigen Stopp aller weiteren Planungen in Sachen Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Trotz des Scheiterns der Planungen würden munter Steuergelder investiert, heißt es in einer Mitteilung der FDP in OWL.

"Es gibt ein Nationalparkbüro für einen nicht existenten und nicht realisierbaren Nationalpark. Bisher wurden rund 1,6 Millionen Euro auf Landesebene verschwendet. Von Geldern des Kreises Lippe und weiteren Stellen ganz zu schweigen", sagt Thorsten Baumgart von der FDP Schloß Holte-Stukenbrock.

Zur Not müsse die Ministerpräsidentin "endlich eingreifen" und "den Umweltminister an die kurze Leine nehmen", so Baumgart weiter. Die FDP werbe weiter für die militärische Nutzung der Senne. Erst dadurch sei sie zu dem geworden, was sie heute ist.

"Was die FDP behauptet und beantragt, ist völlig abwegig und hat allein den Ausverkauf unseres wertvollen Naturerbes im Sinn", sagt die lippische Landtagsabgeordnete Manuela Grochowiak-Schmieding (Grüne) zum Antrag der FDP. In OWL würden sich 76 Prozent der Bevölkerung für den Nationalpark aussprechen, in NRW seien es sogar 86 Prozent. "Die Senne muss möglichst schnell unter den besten Schutz gestellt werden, um einen Ausverkauf ein für alle Mal zu verhindern", so Grochowiak-Schmieding.


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Kommentare
@JR:
Das heißt nicht, dass alle Umfragen 'gefakt' sind, sondern das bei allen Umfragen aus mehreren Gründen Zweifel an der Aussagekraft bestehen. Immerhin versuchen Umfragen von einer relativ kleinen Stichprobe an Personen auf die jeweilige Gesamtzahl der Personen zu schließen.
Umfragen wird heute, insbesondere durch die Medien, ein viel zu hoher Stellenwert beigemessen und ihre Aussagekraft wird fast nie kritisch hinterfragt, daher wundert es mich kaum, wie überzeugt Sie für diese Umfrage einstehen. Umfragen können politische Maßnahmen aber nicht eindeutig legitimieren und keine demokratischen Abstimmungen oder Wahlen ersetzen. 'Die Nationalparkgegner' haben daher auch keine Umfrage gewollt, sondern eine Abstimmung der betroffenen Bürger.
Die Frage ist, wie unabhängig ein Meinungsforschungsunternehmen ist, das sich am Markt behaupten muss und das zudem von einer Seite bezahlt wird, die für eine umstrittene politische Maßnahme kämpft. Lesen Sie sich die Fragestellungen zu der Umfrage mal durch. Sie werden feststellen, dass einige davon, meiner Meinung nach, wohlwollend suggestiv formuliert wurden.
Ich würde eine Umfrage und eine Unterschriftenaktion nie miteinander vergleichen und würde daher auch nicht sagen, dass die eine mehr Aussagekraft hat als die andere. 36000 Unterschriften deuten aber zumindest darauf hin, dass das politische Vorhaben 'Nationalpark' in der Bevölkerung umstritten ist. Viele Unterschriftenaktionen haben immerhin schon Probleme, überhaupt 1000 Unterschriften zusammenzubekommen.

@Meier:
Dass hieße im Umkehrschluss, dass alle Umfragen gefakt sind? Und die Meinungsforschungsinstitute ihrer Aufgabe nicht gerecht werden ?
Wenn ich mich recht erinnere, waren es die Nationalparkgegner, die zuerst eine Umfrage wollten.
Mir ist schon klar, dass eine Umfrage durch die Art der Fragestellung beeinflusst wird. Aber genau das ist der Grund, warum die Umfrage eines unabhängigen Instituts nicht mit einer Unterschriftenaktion einer Interessengemeinschaft, die ganz gewiss keine allgemeine Meinung widergibt, verglichen werden kann.

@JR:
Eine Umfrage kann und sollte man nicht mit einem Votum gleichsetzen. Was würden in Deutschland sonst für Verhältnisse herrschen, wenn all die Dinge umgesetzt würden, für die es in einzelnen Umfragen mal eine Mehrheit gegeben hat.
Mit Ihrer Meinung zeigen Sie nur, dass Sie sich mit Demoskopie nicht besonders gut auszukennen scheinen. Die Emnid-Umfrage hat nach meiner Meinung viele und erhebliche Schwachstellen, die schon bei den Fragestellungen beginnen.
Ich empfehle Ihnen das Buch 'So lügt man mit Statistik' von Walter Krämer. Nachdem sie das gelesen haben, wird Ihre Einstellung zu dieser Umfrage, und nicht nur zu dieser, eine ganz andere sein.

Ob diejenigen, die hier laut über fehlgeleitete Gelder zur Nationalparkplanung schreien auch genauso laut über fehlgeleitete Subventionen für die Land- und Waldwirtschaft schreien ? Ich habe jedenfalls noch nichts gehört (da werden beide Hände und alle Taschen aufgehalten). Im übrigen hat der mündige Bürger doch sein Votum in der Emnid-Umfrage für einen Nationalpark abgegeben. Die unabhängige Emnid-Umfrage kann man doch nicht mit der gesteuerten Unterschriftenaktion der Bürgerbewegung vergleichen, die ganz gewiss nicht die Meinung der allgemeinen Bevölkerung widergibt.

@Ralph Gerdes: Der Bürger wird nicht übergangen. Die Mehrheit der Bürger in OWL wünschen sich in der Region einen Nationalpark.



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