Sonnabend, 20.09.2014
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10.11.2011
AUGUSTDORF
Wulf zum Nationalpark
Positive Bilanz ist zweifelhaft

Augustdorf.  Mit der Gründung eines Nationalparks "Teutoburger Wald" mit öffentlichen Geldern würden Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft vernichtet, um welche in Verwaltung und Tourismus zu schaffen. Das stellt Augustdorfs Bürgermeister Andreas J. Wulf zum Wirtschaftlichkeitsgutachten der Roland Berger Strategy Consultants fest.

Jeder der 60 neu zu schaffenden Arbeitsplätze werde mit Aufwendungen der öffentlichen Hand von weit über 100.000 Euro im Jahr subventioniert. Weitere Zahlungen würden im Bereich der Arbeitsverwaltung und Wirtschaftsförderung ausgelöst. Außerdem gebe es keine Zusicherung von Subventionen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Wulf ist sicher: "Die tatsächlichen Aufwendungen werden unterschätzt, der Subventionsbedarf ist höher."

Weiter schlage der Gutachter vor, das Leitthema "Natur und Mensch" in den Vordergrund zu stellen. Das passe jedoch eher zu einem Biosphärenreservat. Es sei ohnehin festzustellen, dass der Tourismus schrumpfe beziehungsweise weniger stark wachse.

Der Bürgermeister zieht das Fazit: Die Ausweisung des Nationalparks raube der Forst- und Holzwirtschaft benötigte Entwicklungspotenziale, während sie im Tourismus der Region den Abschwung allenfalls verzögere. "Eine positive Bilanz des Nationalparks ist nicht zu erwarten", schreibt Wulf in einer Pressemitteilung.


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Kommentare
Herr Wulf hat völlig Recht. Fragen wir doch einfach mal unsere Kinder, ob sie denn ab nächstem Jahr einen "coolen" Urlaub im Teutob. Wald verbringen möchten. Warum nicht wie im Steigerwald. Dort wurden Infozentren zur Umweltbildung eingerichtet und die naturgemäße Waldbewirtschaft bleibt bestehen. Im Nationalpark Bayr. Wald gehen die Besucherzahlen dramatisch zurück. Welcher Tourist möchte auch gerne die Riesenflächen toter Wälder sehen, die durch den Borkenkäferfraß wie nach einem "Atombombenangriff" aussehen.
Dass kann auch hier so kommen.

Wen meinen sie denn jetzt mit Lobbyisten? Den ersten Kommentator? Den Bürgermeister? Und wessen Lobbyist soll die Person sein? Ein Lobbyist der Bürger die gegen den Nationalpark sind? Oder ein Lobbyist der Tourismusindustrie?

Was soll denn das?
Wie kann ein "normal" denkender Mensch, gegen einen National Park sein?
Hier wird doch purer Lobbyismus und eine blinde Ignoranz zu Tage gefördert, dass es schon peinlich wirkt.
Was hat ein National Park, was ein Biosphärenresevat nicht hat, wieso werden da Unterschiede gemacht!
Das hat beides mit Natur und Menschen zutun, es geht nur gemeinsam.
Eine Umsetzung sollte aber nicht an dem Unverständniss und der Unwissenheit eines Lobbyisten scheitern.

Azrael

Das saugt sich der BM Wulf ofenbar alles aus den Fingern. Jedenfalls sehe ich da keinen Experten benannt. Er sollte sich lieber über die Bundeswehrstrukturreform Gedanken machen, als im stillen Kämmerein seinem Pessimismus und seiner Aversion auf alles Rot-Grüne freie Bahn zu lassen.
Allen verbissenen Gegnern rufe ich zu: Werdet endlich locker. Diese einmalige Chance, die gründung eines Nationalparks, darf nicht aus Kurzsichtigkeit und Unwillen vertan werden.



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