Augustdorf. Mit der Gründung eines Nationalparks "Teutoburger Wald" mit öffentlichen Geldern würden Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft vernichtet, um welche in Verwaltung und Tourismus zu schaffen. Das stellt Augustdorfs Bürgermeister Andreas J. Wulf zum Wirtschaftlichkeitsgutachten der Roland Berger Strategy Consultants fest.
Jeder der 60 neu zu schaffenden Arbeitsplätze werde mit Aufwendungen der öffentlichen Hand von weit über 100.000 Euro im Jahr subventioniert. Weitere Zahlungen würden im Bereich der Arbeitsverwaltung und Wirtschaftsförderung ausgelöst. Außerdem gebe es keine Zusicherung von Subventionen über einen Zeitraum von 30 Jahren. Wulf ist sicher: "Die tatsächlichen Aufwendungen werden unterschätzt, der Subventionsbedarf ist höher."
Weiter schlage der Gutachter vor, das Leitthema "Natur und Mensch" in den Vordergrund zu stellen. Das passe jedoch eher zu einem Biosphärenreservat. Es sei ohnehin festzustellen, dass der Tourismus schrumpfe beziehungsweise weniger stark wachse.
Der Bürgermeister zieht das Fazit: Die Ausweisung des Nationalparks raube der Forst- und Holzwirtschaft benötigte Entwicklungspotenziale, während sie im Tourismus der Region den Abschwung allenfalls verzögere. "Eine positive Bilanz des Nationalparks ist nicht zu erwarten", schreibt Wulf in einer Pressemitteilung.




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