Bad Salzuflen (jcp). Keinen Zweifel am Willen, in alter Konstellation weiter zu regieren, hat am Wochenende Reiner Priggen, Landes-Fraktionschef der Grünen, beim Wahlkampf-Stopp in Bad Salzuflen hinterlassen. Im Hotel "Arminius" sprach er über die Ziele der Grünen in NRW.
Die rot-grüne Landesregierung habe in den vergangenen 20 Monaten sehr gute Arbeit geleistet. Priggen hofft daher auf eine deutliche Mehrheit für die Koalition, um weitere Ziele umzusetzen. Dabei nannte er unter anderem Fortschritte in der Bildungspolitik, die geplante Polizeistrukturreform und die Energiewende. "Röttgen hat in diesem Bereich dilettantisch gearbeitet", so Priggen. Als Positivbeispiel hob er die Stadtwerke Lemgo hervor, die 70 Prozent ihres Stromes aus Kraftwärmekopplung bezögen. "Solche Partner brauchen wir, um die Energiewende voranzubringen."
Für den Fraktionschef ist auch das Thema "Nationalpark" von großer Bedeutung. Priggen, der unter anderem auch im Landesverband Lippe tätig war, betonte: "Es schmerzt mich, dass dort so ein erbitterter Kampf geführt wird." Eine Handvoll Leute mache aus Eigeninteressen Stimmung gegen das Projekt. Touristisch sei der Nationalpark eine ideale Ergänzung zu den Bädern. Würde man ihn von Bad Salzuflen, Bad Meinberg und Bad Lippspringe aus mit einem Busshuttle erschließen, sei dies ein großer Anreiz für Touristen.
Ingo Scheulen, Grünen-Ratsherr in Bad Salzuflen, dankte Priggen für seine Rede: "Düsseldorf ist zwar 190 Kilometer entfernt, aber er hat gezeigt, dass die Wahl auch für Lippe sehr wichtig ist."
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