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20.04.2012
KREIS LIPPE
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wirbt um Stimmen für ihre SPD
Ein Tänzchen für die Landesmutter
VON MARTIN HOSTERT

Jazz-Dance-Fan | Foto: Preuss

Kreis Lippe. Die SPD hat zum Auftakt und gleichzeitigen Höhepunkt des kurzen Wahlkampfes Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßt. In Detmold und Lemgo waren mehrere hundert Menschen dabei.

Am Nachmittag in Detmold zeigte sich die Landesmutter gut aufgelegt - nach einem kurzen Statement zu ihren politischen Zielen nahm sie sich Zeit zum Gespräch mit den Bürgern. SPD-Kreisgeschäftsführer Rainer Brinkmann war zufrieden, er zählte rund 500 Menschen auf dem Marktplatz.

Fast ebenso viele waren später im Foyer der Lipperlandhalle in Lemgo dabei. Der Abend stand unter dem Motto "Einsatz vor Ort". Nachdem die heimischen Kandidaten Dennis Maelzer und Jürgen Berghahn von ihren jüngsten "Einsätzen vor Ort" berichtet hatten - nämlich von Arbeitsstunden im SOS-Kinderdorf, bei Eben-Ezer oder in den Werkstätten des lippischen Blinden- und Sehbehindertenvereins, schilderte Hannelore Kraft ihre Erfahrungen. Sie war etwa als Aushilfs-Schaffnerin in U-Bahnen und als Müllwerkerin aktiv. "Ich zolle den Kollegen dort den höchsten Respekt", resümierte die Ministerpräsidentin. "Ich habe die Lebenswirklichkeiten der Menschen kennengelernt."

Dass diese Lebenswirklichkeit nicht immer so rosig aussähen, es viele Jugendliche ohne Schulabschluss oder Lehrstelle gäbe, viele Menschen in sozialen Schwierigkeiten steckten, stelle hohe Anforderungen an die Gesellschaft: "Sie muss für diese Menschen da sein, damit dieses nicht passiert." Vor allem gehe es um Vorbeugung. Die "Reparaturkosten" der öffentlichen Hand für Inobhutnahmen von Kindern, Überbrückungszeiten von Schulabgängern in allen möglichen Maßnahmen oder ähnliches seien viel zu hoch. Stolz verwies Hannelore Kraft auf die nach ihren Angaben 16.000 neuen U3-Plätze und das beitragsfreie letzte Kita-Jahr als Schritte in die richtige Richtung.

Etwa 40 Besucher hatten auf Karten Fragen an die Politikerin formuliert. So räumte sie gegenüber der Lemgoer Initiative "Ostschule bleibt" ein, dass bei weniger Kindern selbstverständlich nicht alle Schulen erhalten bleiben könnten, aber Schulverbünde erleichtert worden seien. Weitere Antworten auf Fragen: 400-Euro-Jobs müssten mit einer Maximalstundenzahl verbunden sein, mehr Arbeitsplätze in Kitas seien nur bei Einhaltung der hohen Qualität der Arbeit dort sinnvoll.


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Kommentare
Die Ministerpräsidentin war authentisch und überzeugend. Es gibt nichts Besseres für NRW.
Kommentator B. Schulz war offenbar nicht in Lemgo. Ansonsten: Pirat am am rechten Rand - null Ahnung von nichts, aber meckern!

Wie schon einmal erwähnt...
Wahlkampftourismus zum Stimmenfang, wie zu allen Zeiten von allen politischen Farben durchgeführt und inszeniert !
Sonst ist Ihr Lippe sicher egal, Show fürs Wahlvieh !!!



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