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25.04.2012
KREIS LIPPE
Landtagswahl sorgt für Stress
Kurzfristiger Termin ist für die Organisatoren eine Herausforderung
VON EROL KAMISLI

Kurzer Wahlkampf, viele Plakate | Foto: Gerstendorf-Welle

Kreis Lippe. Der überraschende Landtagswahltermin am 13. Mai bringt die Organisatoren ins Schwitzen. Trotz des Stresses können rund 273.000 Lipper in 319 Wahllokalen ihre Vertreter für den NRW-Landtag wählen.

"Wir hätten uns einen längeren Vorlauf gewünscht", sagt Erika Stapf vom Kreiswahlamt. Doch trotz des Zeitdrucks verlaufe alles bisher nach Plan. Die Wähler dürfen sich auf eine spannende und korrekte Wahl freuen. Unter ihnen befinden sich rund 7.500 Erstwähler, sie dürfen wie alle anderen von 8 bis 18 Uhr ihr Kreuzchen setzen.

Insgesamt treten 25 Kandidaten in den drei lippischen Wahlkreisen an. Glaubt man den Umfragen, wollen die Wähler eine Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Neu ins Parlament werden wahrscheinlich die Piraten einziehen, FDP und Linke müssen um den Einzug ins Parlament bangen.

Deshalb holen nicht nur die großen Parteien CDU und SPD, sondern auch FDP, Grüne und Linke in den verbleibenden Wochen viel Prominenz nach Lippe, um potenzielle Wähler zu mobilisieren. Hannelore Kraft und Johannes Remmel waren schon da, am nächsten Freitag kommen Wolfgang Schäuble und Rainer Brüderle.

Doch Promifaktor hin oder her - wahlentscheidend kann am Wahlsonntag auch das Zweistimmensystem sein, das erstmals bei einer Landtagswahl 2010 in NRW eingesetzt wurde. "Es gab keine Probleme bei der Premiere", bilanziert Stapf. Trotzdem wolle sie nochmals darauf hinweisen, dass mit der Erststimme der Wahlkreisbewerber gewählt werde und die Lipper mit der Zweitstimme für die Landesliste einer Partei votieren. "Da nicht zwangsläufig jede Partei, die mit ihrer Landesliste auf dem Stimmzettel zur Wahl steht, auch einen direkten Wahlkreisbewerber stellt, ist die Anzahl der wählbaren Direktkandidaten je nach Stimmbezirk unterschiedlich", erklärt Stapf.

Inzwischen hat das kommunale Rechenzentrum Lemgo alle Wahlbenachrichtigungen für die Lipper verschickt. Anträge auf Briefwahl können bis Freitag, 11. Mai, in der Stadt- oder Gemeindeverwaltung des Wohnortes abgegeben werden. "Wir raten wegen des immer mehr zunehmenden Interesses an der Briefwahl zu einer möglichst frühzeitigen Antragstellung", sagt Stapf.

Info
Service für Blinde

Schablone: Blinde und sehbehinderte Wähler bekommen zur Landtagswahl kostenlos eine Stimmzettelschablone und eine Audio-CD zur Verfügung gestellt. Die Mitglieder der regionalen Bezirksgruppen und der Ortsvereine der Blinden- und Sehbehindertenverbände erhalten ihre Wahlhilfen automatisch zugeschickt, teilt Sabine Mieth vom Blinden- und Sehbehindertenverein mit. Blinde und sehbehinderte Wähler, die nicht organisiert sind, können CD und Schablone unter Tel. (0 52 31) 6 30 00 anfordern.

Der Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag um 18 Uhr beim Wahlamt der Stadt- oder Gemeindeverwaltung vorliegen. Deswegen sollten alle Briefwähler ihren Brief bis spätestens Donnerstag, 10. Mai, zur Post gebracht haben oder ihn direkt bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung einwerfen.

Der Wahlkreis Lippe I umfasst Bad Salzuflen, Lage, Leopoldshöhe und Oerlinghausen. Dort leben die meisten Wahlberechtigten, nämlich 94 042 Bürger. Vor zwei Jahren gewann die jetzige Familienministerin Ute Schäfer (SPD) gegen Heinrich Kemper (CDU). Sie holte 45 Prozent, Kemper 34,9 Prozent aller Erststimmen.

Der Wahlkreis Lippe II besteht aus Barntrup, Blomberg, Dörentrup, Extertal, Kalletal und Lemgo und umfasst 87 340 Wahlberechtigte. 2010 setzte sich Jürgen Berghahn (SPD) mit einem großen Vorsprung gegen Christdemokraten Walter Kern durch. 45,3 standen 35,4 Prozent gegenüber.

Zum Wahlkreis Lippe III gehören Augustdorf, Detmold, Horn-Bad Meinberg, Lügde, Schieder-Schwalenberg und Schlangen und damit 91 597 Stimmberechtigte. Die letzte Landtagswahl entschied Dennis Maelzer (SPD) für sich. Er holte 45,3 Prozent, Manfred Luckey (CDU) dagegen 32,4 Prozent. Dieses Mal bekommt Maelzer Konkurrenz von Dr. Konrad Hambrügge (CDU).


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