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03.05.2012
NRW-LANDTAGSWAHL
Bärbel Höhn (Grüne) wirbt für einen Nationalpark
Bundestagsabgeordnete der Grünen zu Gast in Bad Meinberg

Werben für einen Nationalpark | Foto: Preuss

Horn-Bad Meinberg. Gestern Nachmittag haben die Cafébesucher in der Allee in Bad Meinberg viel über die Vorteile eines Nationalparks in Lippe erfahren. Bärbel Höhn, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und ehemalige Ministerin in NRW, nahm es gelassen, dass nur wenige Interessierte gekommen waren.

"Wir wollen Ihnen den Nationalpark schmackhaft machen", sagte die Politikerin zwei Tage vor ihrem 60. Geburtstag. Das passe doch zu Kaffee und Kuchen, meinte sie humorvoll. Der lippische Kreisverband der Grünen habe den Termin anberaumt, weil Horn-Bad Meinberg seine städtischen Waldflächen nicht für einen Nationalpark zur Verfügung stellen wolle, so Landtagskandidatin Manuela Grochowiak-Schmieding.

Unbeeindruckt von vorbeifahrenden Autos und Motorrädern versuchte Bärbel Höhn Überzeugungsarbeit zu leisten. "Man sollte einen Nationalpark nicht gegen eine Region schafffen", sagte sie kurz vor dem öffentlichen Auftritt. Stattdessen gelte es Überzeugungsarbeit zu leisten. "Es ist eine Frage der Zeit, wann auch die Flächen der Stadt dazu kommen. Wenn der Zug rollt, wollen auf einmal alle mit dabei sein." Vor 20 Jahren habe der Landtag in NRW hier bereits einen Nationalpark beschlossen.

"Die Senne ist ein wertvolles Naturschutzgebiet. Das zu kombinieren mit einem Waldgebiet, macht sehr viel Sinn", so Höhn. Es gebe bei der möglichen Ausweisung einer Fläche jedoch mehrere positive Effekte, beispielsweise für die touristische Infrastruktur - gerade in einer Gesundheitsregion wie Lippe. "Auch beim Nationalpark Eifel sind Effekte sofort eingetreten." Sie plädierte dafür zu schauen, wo berechtigte widerstreitende Interessen vorhanden seien und nicht Vorurteile zu pflegen.

Günter Weigel vom Vorstand der Lippe Tourismus & Marketing AG sah den Nationalpark als "klares Marketinginstrument", das bei vielen Menschen positiv besetzt sei.(co)


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Kommentare
Kommentator Hans - Dieter Wiesemann.
Die Litanei der ewig drohenden Katastrophe kommt mir seit Jahrzeiten soo bekannt vor.
Wohl nix Neues an der Front ??
Und der Satz :
Wenn wir das in OWL jetzt anpacken und einen Nationalpark in Teuto und Egge errichten, dann kann die Region damit sogar Geld verdienen! .#####
ist eher Gegenläufig zu sehen .
Millionen seid verpulvert, für etwas was auch so schon vorhanden ist.
Ein Projekt durchzupeitschen gegen die *hellwache* Bevölkerung und nur für eine sich als die Bewahrer der Schöpfung bezeichnende Gruppierung , wird nicht gelingen .
Point

@Hans-Dieter Wiesemann: Zunächst einmal müssen Sie GLAUBWÜRDIG beweisen, dass die biologische Vielfalt in einem Nationalpark ERHEBLICH BESSER ist als im naturgemäß bewirtschafteten Wald. Des weiteren fehlt mir die KOMPROMISSBEREITSCHAFT der befürwortenden Stellen. Mit einem Teil der 5-10 MIO. EUR JÄHRLICH könnte man sicher auch im naturgemäß bewirtschafteten Wald einiges ZUSÄTZLICH bewegen, ohne auf die Nutzung des UMWELTFREUNDLICHEN ROHSTOFFES HOLZ zu verzichten. Auch frage ich mich, welche Katastrophen in Zukunft über uns hereinbrechen und wie ein Nationalpark dem entgegenwirkt. Für mich wäre es eine Katastrophe, wenn innerhalb eines (forstwirtschaftlich gesehen) kurzen Zeitraumes, die gesamte Fichte in der NP-Kulisse wie geplant entfernt wird und große Kahlschläge entstehen, die NACHWEISLICH SEHR UNGÜNSTIG für die Natur sind. Im naturgemäß bewirtschafteten Wald wäre soetwas verboten!

Wer nicht begreift, dass die Menscheit die Natur in ihrer biologischen Viefalt zum eigenen Überleben braucht, der hat die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt. Die vereinten Nationen haben in Rio 2001 - und mit ihnen auch Deutschland (Beschluss einer Strategie erst 2007) sich auf ein Paket von Maßnahmen verständigt, das notwendig ist, die Biodiversität zu stabilisieren und zu erhalten.Alle Wirtschaftbereiche dieirgendwie mit Natur zu tun haben sind betroffen. Ein wesentlicher Punkt von vielen für Deutschland sind 5% der Waldflächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, damit die Gesamtheit der genetischen - , Arten- und Unterartenvilfalt der Wälder erhalten bleibt. Wenn wir das in OWL jetzt anpacken und einen Nationalpark in Teuto und Egge errichten, dann kann die Region damit sogar Geld verdienen! Warten wir mit Gegensteuerung aber erst bis große Katastrohen hereinbrechen, dann ist es zuspät! So sieht es aus.

Kommentator Hinrich,
wenn ein NP dienen könnte, dann würde er nur einer kleinen Grünen Gruppierung zur Selbstdarstellung dienen und vielleicht dem ein oder anderen politischen Mandatsträger im persönlichen Poesiealbum.
Ansonsten sind die Hinweise von Kommentator oneinamillion sachbezogen und zielführend !

@Hinrich: Den Ball mit der Unkenntnis spiele ich mal zurück: Fast keine der Gemeinden, die sich GEGEN DEN NATIONALPARK ausgesprochen haben, besitzen eigenen Wald. Mit den Aufgaben der Jäger haben Sie sich scheinbar auch noch nicht auseinandergesetzt und unser Naturpark dient den Menschen und der Natur sogar besser als ein Nationalpark: Auch in unserem naturgemäß bewirtschafteten Wald gibt es auch Totholz und nicht bewirtschaftete Parzellen. Zwar nicht auf 100% der Fläche, dafür 5-10 MIO. EUR JÄHLICH GÜNSTIGER. Auf der Fläche des geplanten NP werden z. Zt. noch 50.000 FM HOLZ JÄHRLICH genutzt. Mit diesem Holz werden Kunststoffe, die aus Erdöl erzeugt werden und (Leicht-) Metalle ersetzt. Mit diesem Holz kann umweltfreundlich Wärme erzeugt werden. Die Menge entspricht vom Heizwert ca. 10.000.000 bis 15.000.000 Liter Heizöl (je nach Holzart) UND DAS JEDES JAHR! Holz ist heute schon ein knapper, begehrter Rohstoff. Da zukünftig andere Rohstoffe noch knapper werden, können wir auf umweltfreundlich nachwachsendes Holz nicht verzichten. Nicht zu vergessen sind die Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft und den holzverarbeitenden Betrieben.



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