Sonntag, 21.09.2014
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11.08.2012
OLYMPIA
Deutsche Hockey-Herren zum vierten Mal Olympiasieger

Matchwinner | Foto: Jochen Luebke

London - Die deutschen Hockey-Herren haben ihren Goldtraum erneut wahr gemacht und in London den vierten Olympiasieg gefeiert.

Dank einer disziplinierten Abwehrleistung setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Markus Weise im Endspiel des olympischen Turniers 2:1 (1:0) gegen die Niederlande durch und triumphierte damit nach 1972, 1992 und 2008 einmal mehr. Vor 16 000 Zuschauern in der randvoll besetzten Riverbank Arena erzielte Jan Philipp Rabente (33./66. Minute) beide Tore für den Europameister, der sich zudem für die 1:3-Vorrunden-Schlappe am Oranje-Team revanchierte. "Das Gefühl ist unbeschreiblich. Man kann es noch gar nicht fassen", sagte Matchwinner Rabente. "Zwei Tore habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können."

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die deutschen Spieler überglücklich in den Armen, tollten über das Feld und ließen sich von den Fans auf den Tribünen feiern. So mancher raufte sich ungläubig die Haare nach dem Erfolg. Bronze sicherte sich Weltmeister Australien durch ein 3:1 im kleinen Finale gegen Gastgeber Großbritannien.

Im ersten olympischen Final-Duell war beiden Erzrivalen der Respekt voreinander anzumerken, es ging aber dennoch gleich ordentlich zur Sache. Angefeuert von den vielen Oranje-Fans übernahmen die Holländer zwei Tage nach dem 9:2-Kantersieg über Großbritannien das Kommando. Die Deutschen wollten sich nicht derart überrollen lassen und setzten auf Konter. In der 21. Minute musste Torhüter Max Weinhold gegen Billy Bakker erstmals retten, zwei Minuten später schoss auf der Gegenseite Florian Fuchs knapp vorbei.

Die bis dahin beste Einschussmöglichkeit bot sich erneut dem Oranje-Team. Bakker kam frei zum Schuss, doch Weinhold war mit einem sensationellen Reflex zur Stelle und parierte. So gut die Deutschen defensiv arbeiteten, nach vorne ging in dieser Phase nicht viel. Umso überraschender fiel dann die ebenso sehenswerte Führung: Rabente tanzte drei Holländer aus und schoss unhaltbar ein. Kurz vor der Pause dann aber Glück, als ein Ballverlust von Tobias Hauke von der aufmerksamen Hintermannschaft noch wettgemacht wurde (35.).

Nach dem Wechsel hatten nacheinander Christoper Wesley nach einem Abwehrfehler und Christopher Zeller mit einem Pfostenschuss Pech (46.) und verpassten nur haarscharf die mögliche Vorentscheidung. Das rächte sich, als Mink van der Weerden (54.) die dritte Strafecke zum Ausgleich nutzte. Martin Häner ((56.) traf bei der ersten deutsche Ecke dagegen nicht. Doch vier Minuten vor dem Ende erzielte Rabente am kurzen Pfosten stehend per Abstauber den umjubelten Siegtreffer.


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