Steinhagener Künstlerin präsentiert neue Ausstellung

Barbara Luetgebrune

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„Kleine Monster": Die Wesen, die dieser Werkgruppe von Beate Steffens angehören, verströmen wilde, ungebremste Energie. Ab Sonntag sind sie in der Gedok-Galerie zu sehen. - © Barbara Luetgebrune
„Kleine Monster": Die Wesen, die dieser Werkgruppe von Beate Steffens angehören, verströmen wilde, ungebremste Energie. Ab Sonntag sind sie in der Gedok-Galerie zu sehen. (© Barbara Luetgebrune)

Detmold. Lust, ein paar komische Typen kennen zu lernen? Die Chance gibt’s ab Sonntag in der Gedok-Galerie. Sehr wahrscheinlich lassen sich dort auch ein paar Gnome und kleine Monster blicken.

Aber Vorsicht: „Die Monster sind bissig", warnt Beate Steffens. Die Künstlerin aus Steinhagen zeigt drei neue Werkgruppen in der Galerie.

Information
Vernissage
Die Eröffnung ist am Sonntag, 23. Oktober, um 11.30 Uhr in der Galerie, Hornsche Straße 26. Die Schau läuft dann bis zum 19. November – mittwochs von 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr.

Und in der Tat hat sich einiges verändert im künstlerischen Schaffen von Beate Steffens. Zwar bringt sie nach wie vor die urigen Wesen zu Papier, die ihrer Fantasie entspringen, aber ihre Arbeitsweise hat sich geändert. Die Fläche bildet gegenüber der bisher dominierenden Linie einen stärkeren Schwerpunkt, was bisher reine Zeichnung war, bewegt sich nun stärker in Richtung Malerei.

Sie arbeite mit „Oil Sticks" , Ölfarbe in Stift-Form, erläutert die Künstlerin. „So kann ich Ölfarbe nutzen, meine Bilder gehen also ein bisschen mehr in Richtung Malerei, aber ich kann weiter auf Papier arbeiten." Ein Nebeneffekt: Beate Steffens Bilder kommen farbkräftiger daher.

Die „Gnome", die eine der Werkgruppen bevölkern, tragen all ihre Emotionen im Gesicht geschrieben, und – so sieht es ihre Schöpferin – sie bilden eine Parallelwelt zu unserer menschlichen Gesellschaft. Die „Komischen Typen", die ihrer Ausstellung den Namen geben, sind Menschen wie du und ich. Der Blick in ihre „Gesichter" wirkt fremd, aber doch auch seltsam vertraut. Jeder Betrachter glaubt, diesen oder jenen von ihnen schon mal im echten Leben gesehen zu haben. Sie stecken ein bisschen beengt in ihren grauen Anzügen – viel Bewegungsfreiheit ist da nicht.

Dafür haben die „Kleinen Monster" um so mehr davon. Die Geschöpfe, bei denen Kopf und Körper verschmelzen, sprühen geradezu vor wilder, schwer fesselbarer Energie. Dazu trägt Beate Steffens schwungvoller, gestischer Duktus ebenso bei wie ihr Ansatz, ihre Motive während des Malens frei und ungebremst aus ihrer Fantasie entspringen zu lassen. Von wegen Schere im Kopf: Die eigenwilligen Wesen machen, was sie wollen, nicht selten überraschen sie, zu Papier gebracht, sogar ihre Erschafferin.

Kein Wunder also, wenn die kindliche Wirkung, die sie im ersten Moment auf den Betrachter haben mögen, sich beim genauen Hinsehen gar nicht mehr einstellen mag. Die Gnome, Typen und Monster sind pure Anarchie – und alles andere als niedlich. Drei aufregend eigenwillige Serien, die Beate Steffens zeigt.

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