Konzert: "JAM - Jazz and more" verabschieden Marcus Linnemann

André Gallisch

  • 0
Gleich steppt er noch: JAM-Urgestein Klaus Schubert bei seinem Solo in „Dr. Jazz". Rechts haut Marcus Linnemann in die Tasten. Der langjährige Chorleiter verabschiedete sich mit einer emotionalen Ballade. - © André Gallisch
Gleich steppt er noch: JAM-Urgestein Klaus Schubert bei seinem Solo in „Dr. Jazz". Rechts haut Marcus Linnemann in die Tasten. Der langjährige Chorleiter verabschiedete sich mit einer emotionalen Ballade. (© André Gallisch)

Detmold. Emotionen ins Publikum zu transportieren – seit jeher das Markenzeichen von „JAM – Jazz and more". Am Samstag war es besonders stark ausgeprägt. Nach 14 Jahren äußerst klangvoller Zusammenarbeit war es das letzte Konzert unter der Leitung Marcus Linnemanns.

Und doch: Aus dem emotionalen Abschied zog der Chor positive Energie, die er in einem besonderen Konzert weiterzugeben in der Lage war. Vielleicht wählte er deshalb ein Stück von Jonathan Zereniah, mit dem der Stabwechsel gegen Ende des Konzerts symbolisiert wurde. Fast beiläufig verließ Marcus Linnemann den Hocker an seinem Keyboard, Volker Kukulenz übernahm die Tasten. Und, als wäre nichts passiert, sangen Solist Peter von der Gathen und der Chor weiterhin von „Happiness".

Diese wünschte Linnemann seinem Nachfolger und dem Chor für die Zukunft. Kukulenz versprach: „Das wird auch eine tolle ,Celebration‘". Mit diesem Hit von „Kool & the Gang" hatten JAM ihr Publikum in der ausverkauften Stadthalle zuvor vielsagend in die Pause entlassen und aus dieser wieder abgeholt.

Linnemann verabschiedete sich mit einer emotionalen Ballade. Mit „Goodbye ihr Lieben, es war ’ne schöne Zeit" erinnerte er geistreich-humorig an viele Facetten aus den vergangenen Jahren. Den Humor nahm JAM-Vorsitzender Peter van der Gathen auf: „Du hast es geschafft, aus einem bunten Haufen untalentierter Badewannensänger einen tollen Klangkörper und Chor zu formen."

Dass dies stimmt, bewiesen die Sängerinnen und Sänger eindrucksvoll – allen voran der „JAM-Oldie" Klaus Schubert. Er spielte als „Dr. Jazz" gleich drei seiner Talente aus: Sologesang wechselte mit feinen Klängen des Sax, und dann steppt er auch noch.

Die Jazz-Wurzeln des Chores blitzten bei Titeln wie „All night long" oder dem Standard „Moonglow" immer wieder durch. Doch das „more" im Namen macht das Besondere der JAM-Konzerte aus, die mit Drummer Christian Jung und Natalie Plöger an Kontra- wie am E-Bass genial musikalisch gewürzt wurden.

Das „Thank you for the music" von Chor, Musikern und Publikum sorgte für ein tolles Finale. Doch dann war noch nicht Schluss. „Einmal noch ,Rhythm of life‘", kündigte Marcus Linnemann als letzte Zugabe den zur „JAM"-Hymne avancierten Titel an.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2016
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.