Düsteres Hauptmann-Stück in schlüssiger Inszenierung

"Die Ratten" feiern Premiere beim Landestheater

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Philipp Baumgarten (Quaquaro), Friederike Ziegler (Sidonie Knobbe), Anna Katharina Schwabroh (Pauline Piperkarcka), Robert Augustin (Erich Spitta), hinten: Jürgen Roth (Dr. Kegel, Schauspielschüler Hassenreuters), Jürgen Ruczynski (Käferstein, Schauspielschüler Hassenreuters), Markus Hottgenroth (Hassenreuter), Jenny- Ellen Riemann (Walburga).  - © Foto: Landestheater/Hörnschemeyer
Philipp Baumgarten (Quaquaro), Friederike Ziegler (Sidonie Knobbe), Anna Katharina Schwabroh (Pauline Piperkarcka), Robert Augustin (Erich Spitta), hinten: Jürgen Roth (Dr. Kegel, Schauspielschüler Hassenreuters), Jürgen Ruczynski (Käferstein, Schauspielschüler Hassenreuters), Markus Hottgenroth (Hassenreuter), Jenny- Ellen Riemann (Walburga).  (© Foto: Landestheater/Hörnschemeyer)

Detmold. "Die Ratten" von Gerhart Hauptmann erlebte eine düstere, insgesamt schlüssige Premiere im Landestheater. Der Dachboden einer Berliner Mietskaserne wird zum Ort des inneren und äußeren Aufruhrs, der echten und der inszenierten Tragödie.

Hier hält sich der abgehalfterte Theaterdirektor Hassenreuter mit Schauspielunterricht über Wasser, diskutiert mit Schülern darüber, was einen tragischen Bühnenhelden ausmacht. Auf keinen Fall, das steht für den Direktor felsenfest, eignet sich eine Frau John zur tragischen Figur: die Putzfrau, die um ein verlorenes Kind trauert und sich in ihrer Verzweiflung das unerwünschte Baby der Polin Piperkarcka unter den Nagel reißt. Das Kind, das hier auf dem Dachboden zur Welt kommt. Das Kind, um das im Verlauf des Stückes ein Mütter-Konflikt entbrennen soll...

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