Landestheater legt neue Mitspielproduktion "Hokus Pokus Holderbusch" auf

Die Kinder-Oper aus der "Hutschachtel"

Von Barbara Luetgebrune

Bühnenbildner Hans-Günther Säbel, Regisseurin Elisabeth Wirtz und die musikalische Leiterin Sachie Mallet (von links). - © Foto: Luetgebrune
Bühnenbildner Hans-Günther Säbel, Regisseurin Elisabeth Wirtz und die musikalische Leiterin Sachie Mallet (von links). (© Foto: Luetgebrune)

Detmold. Sie ist ein heimlicher Renner auf dem Spielplan des Landestheaters: die Mitspieloper für Kinder. Jetzt geht wieder eine neue Produktion an den Start. Am 10. Februar hat "Hokus Pokus Holderbusch" Premiere.

Das Stück, das auf Engelbert Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel" basiert, löst "Die kleine Zauberflöte" ab, mit der die Macher der Mitspieloper jetzt seit sieben Jahren landauf, landab getourt sind. "Wir sind damit wirklich in ganz Deutschland unterwegs gewesen", erzählt Elisabeth Wirtz, die auch bei "Hokus Pokus Holderbusch" Regie führt und als Erzählerin zu erleben ist. "Es gibt einen unglaublichen Bedarf für diese Produktionen."

Gefragt ist Opernstoff, kindgerecht inszeniert und in kleiner Besetzung auf die Bühne gebracht. "Wir möchten den Kindern die Schwellenangst nehmen, auch die Scheu vor den Kunststimmen, die naturgegeben erst einmal da ist. Und wir möchten schon bei den Kleinsten die Fantasie anregen, damit sie später sozusagen ,hemmungslos‘ in die Oper gehen." Elisabeth Wirtz lacht.

Das Märchen von Hänsel und Gretel in der Humperdinck’schen Fassung ist dafür bestens geeignet. Mit den Kinder- und Volksliedern "Brüderlein, komm tanz mit mir" oder "Ein Männlein steht im Walde" galt das Werk schon seit der Uraufführung als idealer Start in die faszinierende Welt des Musiktheaters. Elisabeth hat den Text von Helmut Münchhausen ihren jahrelangen Erfahrungen mit dem Genre Mitspieloper angepasst - und Mitspielen ist dabei durchaus wörtlich gemeint. "Die Kinder helfen beim Umbau mit, sie stellen die Tiere im Wald dar oder sind Hexen-Assistenten", erzählt die Regisseurin.

Hans Günther Säbel hat das kindgerechte Bühnenbild geschaffen, das in einer "Hutschachtel" - so beschreibt Eliabeth Wirtz die handliche Größe - steckt. Wenn man die Zauberkiste öffnet, entfalten sich je nach Seite Wohnstube oder Wald - so wird die Produktion mobil und kann in Schulen und Kindergärten gezeigt werden. Die musikalische Leitung hat Sachie Mallet.

Das Touren mit der Mitspieloper sei nicht nur fürs kleine Publikum, sondern auch für Regie-Ensemble und Sänger immer wieder ein tolles Erlebnis, erzählt Elisabeth Wirtz. "Jedes Kind reagiert unterschiedlich - und so ist auch jede Vorstellung neu und anders."

Mobile Produktion für Schulen und Kindergärten

Permiere hat die Mitspieloper am Sonntag, 10. Februar, ab 16 Uhr im "Kaschlupp!", der Kinder- und Jugendbühne des Landestheaters an der Bahnhofstraße 1 (Eingang über die Paulinenstraße). Die nächste Vorstellung geht am Mittwoch, 13. Februar, ab 11 Uhr im "Kaschlupp!" über die Bühne.

Die Produktion, die sich an Kinder im Alter von vier bis acht Jahren richtet, kann auch für Vorstellungen in Kindergärten und Schulen gebucht werden. Informationen gibt es unter Telefon 05231-3028997. Karten für die Vorstellungen im "Kaschlupp!" können unter Telefon 05231-974803 reserviert werden.

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