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22.03.2011
BASTIAN BÜHLER
Es braucht nur wenig Requisite für ein gutes Theaterstück

Detmold. Was braucht es, um gutes Theater zu spielen? Eine große Bühne, ein Orchester, viel Technik und eine Menge Schauspieler? Mitnichten! Das Stück "Ob so oder so", das die Landesbühne Sachsen-Anhalt in der Inszenierung von Peter Förster im Grabbe-Haus zeigte, benötigt nur ein paar Requisiten und drei Schauspieler, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Ein Hochbett, gestützt von ein paar Pappkartons, darauf eine Holzplatte, diese beladen mit einer wirren Mischung aus Decken und Kissen, dahinter eine schlecht verputzte, gräuliche Wand. Mit diesem schlichten Bühnenbild beginnt "Ob so oder so".

Das Publikum stutzt: Ist das alles oder kommt da wohl noch etwas? Zwei Personen betreten die Bühne, beide wahrscheinlich noch nicht lange volljährig. Sie legen sich auf das Kissengebilde und unterhalten sich über ihr Leben. Fragende Gesichter im Publikum: Das  Stück von Oliver Bukowski wartet gerade in den ersten Szenen mit einer großen Portion schwer verständlicher Jugendsprache auf.

In dem Stück geht es um Nick (Christoff Mortagne), auf dessen T-Shirt der Spruch "I am the Boss" prangt, was allerdings in völligem Gegensatz zu seiner eigenen Verunsicherung steht. Außerdem ist da Mona (Mandy Zuschke), die wie ihr Freund auf Kosten der Gesellschaft lebt. Ziellos irren sie  durch das Leben, immer auf der Suche nach Statussymbolen.

Doch wie sollen sie den ersten Schritt wagen? Nick beschließt, seine Freundin raus aus ihrer Bruchbude zu holen und lädt sie zum gemeinsamen "Kühlschrankplündern" ein. Sie brechen in die Wohnung einer fremden Frau ein. Doch als die Besitzerin (Jenny Rehs) mit gezückter Pistole auftaucht, beginnt ein verzwicktes Katz- und Maus-Spiel.

Zu verzwickt vielleicht. Die Zuschauer mussten sich sehr genau konzentrieren, um keinen wichtigen Wendepunkt zu verpassen. Schade, dass der in der Stück-Info versprochene Charme in der Beziehung zwischen den beiden Liebenden fehlte. Es herrschte eher ein nett gemeinter Sarkasmus vor, der keine großen Gefühle zuließ.

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Dokument erstellt am 22.03.2011 um 20:40:43 Uhr

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