Der Hermann trägt Golfschläger statt Schwert

Birgit Guhlke

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Laden ein: (von links) Greenkeeper Ulrich Reymann, Golfclub-Präsident Jürgen Gärtner, Spielführer Ferdinand Lakämper, Trainer Chuk Yiu und Golfclub-Vizepräsident Ralf Eigenrauch hinter dem Clubhaus und neben dem Hermann – mit Golfschläger statt Schwert. - © Birgit Guhlke
Laden ein: (von links) Greenkeeper Ulrich Reymann, Golfclub-Präsident Jürgen Gärtner, Spielführer Ferdinand Lakämper, Trainer Chuk Yiu und Golfclub-Vizepräsident Ralf Eigenrauch hinter dem Clubhaus und neben dem Hermann – mit Golfschläger statt Schwert. (© Birgit Guhlke)

Augustdorf/Schloß Holte-Stukenbrock. Zu zwei „Tagen des offenen Grüns" lädt der Senne-Golfclub „Gut 
Welschof" an diesem Wochenende ein. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Clubs wollen die Mitglieder den Besuchern auf dem Golfplatz an der Augustdorfer Straße 72 Technik und Möglichkeiten des Golfspiels und die Besonderheiten des Geländes zeigen.

Um Breitensport geht es dabei auch – das war vor 25 Jahren noch kein Thema. Elitär, nur für einen beruflich erfolgreichen und somit überdurchschnittlich gut verdienenden und dementsprechend überschaubaren Kreis – diesen Ruf hatte und hat die Sportart teils noch immer. Zu Unrecht, wie Golfclub-Präsident Jürgen Gärtner und seine Kollegen aus Vorstand, Geschäftsführung und Management meinen. Den Beweis dafür wollen sie am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr antreten.

Information

Programm zum Jubiläum

Der Golfplatz an der 
Augustdorfer Straße 72 ist am morgigen Samstag und Sonntag, 21. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr anlässlich der Aktion „Open House" geöffnet. Es gibt Führungen (auch mit Golfcars), Schnupperkurse, Erklärungen rund um Platz und die 
Möglichkeit, Abschlag und Putten zu üben. Auf die Kinder warten Aktionen und Spiele. Partner und Sponsoren werden sich an mehreren Infoständen vorstellen.

Die Idee entstand 1987

1987 brachten Freunde Gerhard Welschof (1932-2015) auf die Idee, auf seinen stillgelegten landwirtschaftlichen Flächen einen Golfplatz anzulegen. Fünf Jahre später begannen die Bauarbeiten. Nun sitzen Gärtner, sein Stellvertreter Ralf Eigenrauch, Greenkeeper Ulrich Reymann, Spielführer Ferdinand Lakämper und Golfclub-Manager und Trainer Chuk Yiu im frisch sanierten Clubhaus – mit Blick auf die Terrasse, einen Übungsbereich und den Hermann.

Die etwas mehr als mannshohe Nachbildung des ostwestfälischen Wahrzeichens und Denkmals hält einen Golfschläger in der Hand, die im Original ein Schwert hebt. Aus gutem Grund, denn der Club wirbt mit dem Slogan: „Golfen im Land des Hermann!" Das soll zeigen, dass hier Golfer aus ganz Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus willkommen sind. Wer Mitglied in einem anderen Golfclub der Region ist, zahlt einen geringeren Beitrag für das Golfspiel auf dem Platz, im Jubiläumsjahr gibt es noch mal einen Rabatt drauf.

Rabatte im Jubiläumsjahr

Das kostspielige Image des Golfens versuchen die Verantwortlichen von Verein und Betreibergesellschaft mit Zahlen und Daten zu relativieren. Der Jahresbeitrag für Jugendliche bis 18 Jahre liege bei 100 Euro, sagt Profispieler und Trainer Chuk Yiu. „Das ist inklusive Jugendtraining", allerdings noch ohne Ausrüstung. 19- bis 25-Jährige zahlen 270 Euro im Jahr, danach liegt der jährliche Mitgliedsbeitrag bei 1185 Euro.

Dafür könne das Mitglied jeden Tag spielen. Beim Tennis werde der Platz einmal die Woche eine Stunde lang gebucht, rechnet Ralf Eigenrauch vor, „beim Golf bin ich bis zu fünf Stunden auf dem Platz gewesen – mitten in der Natur". Im Jubiläumsjahr können auch Neueinsteiger mit Rabatten rechnen.

Einen Abschlag probieren, mal putten, sich die Anlage ansehen und über Grünpflege diskutieren – das und mehr können Interessierte an diesem Wochenende. An beiden Tagen gibt es keinen Spielbetrieb der insgesamt acht Mannschaften. Mehr als 60 Mitglieder zählen zum Helferteam, die ihr „Golfparadies im Land des Herrmann" erklären und zeigen wollen.

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