In Augustdorf gibt es kaum Wohnungen für Flüchtlinge

Cordula Gröne

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Miete (© Symbolbild: pixabay)

Augustdorf. Bislang gab es zwar keine Probleme, die Gemeinde will aber auf Nummer sicher gehen. Sie hat ihre Benutzungs- und Gebührensatzung für Flüchtlingsunterkünfte aktualisiert. Diese gilt auch für Wohnungen für Obdachlose.

Hintergrund ist, dass die Gemeinde die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen über das Jobcenter abwickelt. Sind diese jedoch anerkannt, müssen sie sich eigentlich selber kümmern. Weil die meisten das aufgrund von Sprachproblemen nicht können, dürfen sie weiter in den gemeindlichen Unterkünften wohnen. Sind sie damit einverstanden, überweist das Jobcenter Miete und Nebenkosten direkt an die Gemeinde.

Bislang hat es nach Angaben von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf dabei noch keine Beanstandungen gegeben. Dennoch will die Gemeinde Rechtssicherheit haben und hat sich deshalb wegen der Änderungen an der Musterordnung des Städte- und Gemeindebundes NRW orientiert.

In Augustdorf ist es für Flüchtlinge mit abgeschlossenem Asylverfahren generell schwer, eine Wohnung zu finden. Sie müssen sich aber um eine eigene Wohnung bemühen. In einem Passus der Satzung ist festgelegt, dass sie die gemeindlichen Wohnungen verlassen müssen, wenn zumutbare Alternativen auf dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.

Als Flüchtlingsunterkünfte ausgewiesen sind derzeit Gebäude am Alten Forsthaus (Benutzungsgebühr von 8,64 Euro je Quadratmeter Nutzfläche und Monat), am Nord-West-Ring (7,85 Euro), am katholischen Pfarrheim an der Pivitsheider Straße (8,79 Euro), im Inselweg (10,81 Euro) sowie die Mobilheime an der Pivitsheider Straße (10,72 Euro).

In welchen Unterkünften Flüchtlinge oder Obdachlose untergebracht werden, entscheidet der Bürgermeister. Die Zuweisung kann jederzeit geändert werden. Die Bewohner sind verpflichtet, die Hausordnung einzuhalten.

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