Der Ortsverein Augustdorf des DRK feiert sein 100-jähriges Bestehen

Guntmar Wolff

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Sam, Lena Söchtig, Stefan Söchtig, Kim Kiokios, Reinhard Balke, Susann Bartsch und Hetty Boekels (von links) freuen sich über den Tag der offenen Tür. - © Guntmar Wolff
Sam, Lena Söchtig, Stefan Söchtig, Kim Kiokios, Reinhard Balke, Susann Bartsch und Hetty Boekels (von links) freuen sich über den Tag der offenen Tür. (© Guntmar Wolff)

Augustdorf. Zahlreiche Besucher und Fahnen an der Haustenbecker Straße mit dem Symbol des Deutschen Roten Kreuzes haben am Wochenende auf das 100-jährige Bestehen des DRK-Ortsvereins aufmerksam gemacht. Der feierte das Ereignis gleich über zwei Tage hinweg. Während sich am Freitagabend die Festveranstaltung im Bürgerhaus vor allem auf die Geschichte des Ortsvereins konzentrierte, stand der Samstag mit einem Tag der offenen Tür ganz unter dem Motto Spiel, Spaß und Unterhaltung.

Der Ortsverein hatte dabei nicht nur einen Grund zum Feiern. Denn neben seinem Jubiläum feierte die Rotkreuzgemeinschaft ihr 85-jähriges, seit 35 Jahren gibt es die Kleiderstube und die Blutspendeaktionen, und das Jugendrotkreuz besteht seit zehn Jahren.

DRK-Ortsvereins-Vorsitzender Reinhard Balke ging in seinem Festvortrag auf die geschichtlichen Meilensteine des Vereins ein, der 1917 mit der Gründung des „Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz" seinen Anfang genommen hat. So gehört zur Geschichte des DRK auch die Übernahme durch die Nationalsozialisten, so dass die Organisation bis zum Ende des Krieges gleichgeschaltet war.

Bürgermeister Dr. Andreas Wulf stellte in seinem Grußwort sehr plastisch dar, wie engagiert das DRK in Augustdorf ist. Er fragte: „Wer steht in Augustdorf bereit, um verletzten Menschen schnell Erste Hilfe zu leisten? Wer unterstützt Einwohner, die zu wenig Geld für Nahrung, Kleidung und Weihnachtsgeschenke haben?

Welcher Augustdorfer Verein stellt die meisten Bundesverdienstkreuzträger?" Wulf beantwortete die Frage gleich selbst: „Das DRK in Augustdorf." Das Gemeindeoberhaupt bedankte sich bei den Mitgliedern und machte deutlich, wie stark die Gemeinschaft sei. „Mit rund 500 Mitgliedern sind Sie auch einer der größten Augustdorfer Vereine", so Wulf.

Die heimlichen Stars des Abends waren jedoch andere. So hatten die Kinder der DRK- Kita eine eigene Choreografie mit einem Geburtstagslied einstudiert, die sie dem Publikum vorführten, was dieses mit lang anhaltendem Applaus honorierte.

Ute Seidler, Amilia (2), Rita Böing, MArie (7), Reinhard Balke und Renate Hochmuth (von links) genießen den Tag der offenen Tür - © Guntmar Wolff
Ute Seidler, Amilia (2), Rita Böing, MArie (7), Reinhard Balke und Renate Hochmuth (von links) genießen den Tag der offenen Tür (© Guntmar Wolff)


Stand der Freitagabend noch ganz im Zeichen von Besinnlichkeit, war am nächsten Tag jeder gefragt, aktiv mitzumachen. Während in der Kindertagesstätte Kinderschminken, eine Hüpfburg und viele kleine Spiele die Kleinen lockten, stand auf dem Gelände des DRK ein Überschlag-Simulator, der die mutigen Tester begeisterte. Im DRK-Gebäude selbst hatten es sich derweil die Senioren gemütlich gemacht, die ihren traditionellen Klöntreff abhielten und sich durch das Gewusel der zahlreichen Gäste gar nicht stören ließen.

„Es waren zwei tolle Tage, die uns Auftrieb für die Zukunft geben", zog Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Balke am Samstagabend sein Fazit. Einen Wunsch hat er aber noch: „Dass das Augustdorfer DRK auch in Zukunft so lebendig bleibt."

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