Herbstkirmes ist gut besucht - Highlight ist Schäfer Heinrich

André Gallisch

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Schäfer Heinrich war auf Stippvisite im Festsaal der Augustdorfer Herbstkirmes vorbeigekommen. - © André Gallisch
Schäfer Heinrich war auf Stippvisite im Festsaal der Augustdorfer Herbstkirmes vorbeigekommen. (© André Gallisch)

Augustdorf. Der Applaus und das Getöse wollten kaum ein Ende nehmen. Ganz klar über das den Publikumsbeifall messende „Applausometer" setzten sich die „Sennerinnen" beim traditionellen Holzschuhtanz – dem 173. – auf der Augustdorfer Herbstkirmes durch. Die Mädchen im Alter von 8 bis 11 Jahren sicherten sich so mit großem Abstand den „Goldenen Holzschuh" – um direkt danach Platz für den singenden Schäfer Heinrich zu machen.

Bei dem Lärm hätte es der „Dezibel-App" von Mathias Guhn zur Feststellung des erstmals durchgeführten Zuschauervotums fast nicht gebraucht. 105,5 Dezibel waren auch mit bloßem Ohr als der Siegerapplaus zu vernehmen. Deutlich hatten die Grundschülerinnen die Konkurrenten auf den Platz verwiesen. Dabei hatte Siegfried Blome vom Heimatverein sich auf die Frage von Moderator Ralf-Peter Kaiser noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass seine Truppe den Vorjahreserfolg wiederholen würde.

Besser hatte Sandy Knebel den Wettbewerb um den Goldenen Holzschuh beurteilt. Es mag aber auch daran gelegen haben, dass ihre 11-jährige Tochter bei den „Sennerinnen" mitgetanzt hatte. „Sie ist jetzt das dritte Mal dabei. Die haben es einfach verdient",
strahlte die Mutter. Gleich nach der Siegerehrung mussten die Holzschuhtänzer die Bühne aber wieder räumen. „Wir finden Heinrich so geil" schallte es aus den Lautsprechern, als Schäfer Heinrich den Festsaal betrat.

Mit Songs wie „Alle Schafe sind schon da" und „Millionen Frauen lieben mich" hatte er sein Publikum schnell im Griff. „Ich kann nachher nicht so lange bleiben", kündigte er an, bevor er seinen neuesten Titel „Ladykiller" zum Besten gab. Wolfgang Huppke bestätigte am Rande der Bühne, dass der aus der Fernsehshow „Bauer sucht Frau" bekannte Heinrich am Samstagabend noch auf „Malle" aufgetreten und anschließend nach Paderborn geflogen sei, um nach seinem Auftritt in Augustdorf am Abend wieder für den nächsten Auftritt am Ballermann zurückzufliegen.

Ebenso voll wie die Festhalle sich am Sonntagnachmittag zeigte, sei sie auch bei dem Tanzabend am Samstag gewesen. Iris Diekmann von der Initiative Holzschuhtanz hatte dort auch einen großen Anteil junger Leute gesehen: „Das ging bis weit in die Nacht hinein." Und die Stimmung sei bestens gewesen. Das Wetter hatte den Kirmesbesuch am Samstag ein wenig gedämpft. Am Sonntag lockte die Nachmittagssonne dann aber wieder mehr Leute auf den Festplatz. „Freitagabend war die Kirmes sehr gut besucht", schilderte Iris Diekmann ihre Eindrücke vom Wochenende.

Immerhin hatten zwischen 300 und 400 Personen beim abendlichen Fackelzug mitgewirkt, der mit musikalischer Begleitung des Spielmannszugs St.Johannes Stukenbrock vom Rathaus bis zum Festzelt führte. Zuvor hatten 800 Teilnehmer ihre bunten Luftballons vom Rathausvorplatz in den Abendhimmel geschickt.

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