Augustdorfer Grundschüler tauchen tief in die Historie ein

Sandra Castrup

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Schule früher: Lia (links) spielt die strenge Lehrerin, bei der es was auf die Finger gibt. Evelin, Luisa, Sabina, Filip, Marco, Leon und Marie (von links) sowie Bastian von den Eichen, Werner Hübert, Rüdiger Niehues und Kerstin Höhr (dahinter von links) schauen zu. - © Sandra Castrup
Schule früher: Lia (links) spielt die strenge Lehrerin, bei der es was auf die Finger gibt. Evelin, Luisa, Sabina, Filip, Marco, Leon und Marie (von links) sowie Bastian von den Eichen, Werner Hübert, Rüdiger Niehues und Kerstin Höhr (dahinter von links) schauen zu. (© Sandra Castrup)

Augustdorf. Projekte, die darauf zielen, Generationen zusammen zu bringen, gibt es in der Region einige. „Weißt du noch, wie’s früher war?" heißt die Idee des Lippischen Heimatbundes.

„Jung trifft alt", nennt es die Stiftung für Lippe. Die Grundschule „In der Senne" hat sich bei beiden erfolgreich für eine Kooperation beworben.

Unter der Schule am Schlingweg schlummern echte Schätze. Der Heimatverein Augustdorf hat die Räume, die einst als Luftschutzkeller gedacht waren, zu einem schmucken Museum umgebaut, das eine Reise in die Vergangenheit erlebbar macht.

„Wir haben festgestellt, dass viele Augustdorfer und vor allem viele Schüler nichts von diesem Museum wissen", nennt Schulleiterin Ute Krause einen der Gründe, warum das geändert werden soll. „Zum anderen pflegen wir seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim am Pastorenweg, und wir sind uns sicher, dass Themen über Berufe, Schule oder Kleidung von früher prima Anknüpfungspunkte sind, um miteinander ins Gespräch zu kommen."

Außerdem kann sich Ute Krause gut vorstellen, dass die Kinder einen Bezug zu alten Handwerksberufen bekommen sowie das Interesse an den ehrenamtlichen Tätigkeiten des örtlichen Heimatvereins geweckt wird.

Der war gleich von der Idee begeistert und begleitet das vorerst für ein Jahr konzipierte Projekt, das mit je 300 Euro von der Stiftung Lippe sowie dem Lippischen Heimatbund finanziert wird. „Das Geld benötigen wir für die Einstellung einer Honorarkraft, die einmal in der Woche mit den OGS-Kindern das Thema im Rahmen einer AG aufbereitet", freut sich OGS-Leiterin Kerstin Höhr über den neuen Mitarbeiter Bastian von den Eichen.

Der selbstständige Künstler startet mit dem Thema „Filmen früher und heute." „Die Kinder sollen mit der Kamera das Heimatmuseum erkunden und daraus kleine Dokumentationen entwickeln", erläutert von den Eichen.

Am Ende sollen DVDs entstehen, die die Schüler auch im Altenheim präsentieren wollen.

„Wir haben hier im Museumskeller sogar die Filmvorführgeräte des ehemaligen Augustdorfer Filmtheaters ,Harmonie’", erzählen 
Rüdiger Niehues und Werner Hübert vom Heimatverein nicht ohne Stolz. Die beiden freuen sich, dass der 
Nachwuchs solch ein Interesse zeigt und wollen sich um Experten bemühen, die alte Handwerke live vor Ort vorführen sollen.

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