Bluttat in Augustdorf - neue Erkenntnisse zur Todesursache

Yvonne Glandien

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Die Sonderkommission "August" ermittelt im Fall der verstorbenen Frau. - © Archivfoto: Martin Hostert
Die Sonderkommission "August" ermittelt im Fall der verstorbenen Frau. (© Archivfoto: Martin Hostert)

Augustdorf. Zwei Tage lang war sie nicht zur Arbeit erschienen, als Polizisten die 37-jährige Rumänin am 23. Januar tot in ihrer Wohnung in Augustdorf aufgefunden haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft nähere Details bekannt gegeben: Bei der Obduktion wurden zahlreiche Anzeichen von Gewalt festgestellt. Neben Stichverletzungen habe die 37-Jährige auch Strangulationsspuren aufgewiesen.

In der JVA Detmold sitzt als mutmaßlicher Täter ein Nachbar der Frau in Haft. Er stamme ebenfalls aus Rumänien und gehöre zum privaten Umfeld des Opfers. Der 38-jährige Mann soll aber keine partnerschaftliche Beziehung zu der Frau gepflegt haben. Der Mann hatte sich selbst gestellt, nachdem die Polizei mit einem Bild und Namensnennung nach ihm gefahndet hatte. Er habe zuvor versucht, sich in seine rumänische Heimat abzusetzen.

Am Tag der Festnahme wurde gegen ihn ein Haftbefehl wegen Totschlags erlassen, heißt es im Bericht der Staatsanwaltschaft. Aufgrund von Verletzungen, die sich der mutmaßliche Täter selbst beigebracht haben soll, musste er zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert werden. Mitlerweile befinde er sich in der JVA Detmold. Als er sich der Polizei gestellt hat, soll er angegeben haben, jemanden getötet zu haben. Seitdem habe sich der 38-Jährige nicht mehr geäußert.

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