Lidl will nicht mehr nach Augustdorf

Nachfolge-Nutzung für Areal am Kirchweg ist noch offen

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Augustdorf (te). Der angekündigte Truppenabzug zeigt Folgen: Die Firma Lidl will nun keinen Discountmarkt mehr am Augustdorfer Kirchweg bauen, weil der Bundeswehrstandort verkleinert werden soll. Es gibt allerdings einen Interessenten, der einen  kleineren Nahversorgermarkt an gleicher Stelle entwickeln will. Der Augustdorfer Bauauschuss hat das Thema aber zunächst vertagt.

Denn die SPD-Fraktion meldete in der Ausschuss-Sitzung Beratungsbedarf an. Die Fraktion habe angegeben, zunächst noch einmal die Gesamtsituation im Handel in Augustdorf überdenken zu wollen. Dabei habe im Hintergrund der Truppenabzug aus der Rommel-Kaserne gestanden, aber auch der Leerstand einiger kleinerer Geschäftsräume und möglicherweise demnächst auch der Schlecker-Filiale, berichtete Theodor Boenke, Fachbereichsleiter der Augustdorfer Bauverwaltung, auf Anfrage der LZ. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss vorgeschlagen, den Bebauungsplan für das Areal Kirchweg / Ecke Hyazinthenstraße zu ändern.

Bisher ist dort nur ein relativ großflächiger Markt mit entsprechenden Parkplätzen vorgesehen. Um die Vermarktungschancen der Eigentümer des Geländes nach dem Lidl-Rückzug zu verbessern, hatte die Verwaltung - dem Antrag der Grundstückseigentümer folgend - empfohlen, eine kleinteiligere Bebauung und einen kleinen Nahversorgermarkt planerisch zu ermöglichen. Für letzteren gebe es auch einen Investoren. Diesen Gedanken hatte auch der Kreis Lippe sehr positiv gesehen und keine Einwände gegen die Änderung des Planes erhoben.

Außerdem, so die Augustdorfer Bauverwaltung, werde sich durch kleinere Baueinheiten und eine unmittelbar an den Kirchweg heranrückende Baufläche die erwartete Schallbelastung für die Wohnhäuser auf der anderen Straßenseite verbessern.
Geändert werden sollte der Plan ursprünglich in einem einfachen Verfahren, in dem die Öffentlichkeit einen Monat lang Einblick in die Pläne bekommen sollte und eine Umweltprüfung nicht noch einmal erfolgen muss. Im März sollte dann schon die Planänderung beschlossen werden. Der Zeitplan ist jetzt nicht mehr zu halten.

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