Diskussion über Katzenkastration

Augustdorf will Experten hören

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Augustdorf (bo). Bevor über eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen in Augustdorf entschieden wird, werden noch einmal Experten zu diesem Thema gehört. Das haben die Kommunalpolitiker im Haupt- und Finanzausschuss beschlossen.

Die SPD hatte beantragt, auch in der Sennegemeinde eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen zu beschließen, wie sie bereits in mehreren Nachbarkommunen besteht. Die Verwaltung schlug vor, dem Antrag nicht zu entsprechen und verwies darauf, dass sich die Gemeinde bereits 2011 mit dieser Thematik beschäftigt und damals keine erhöhte Population von freilaufenden Katzen in Augustdorf festgestellt habe. Außerdem bestünden rechtliche Bedenken bei einer entsprechenden Regelung, auch in anderen Kommunen.

Um diese intensiver zu beleuchten und sich noch einmal näher mit der Problematik der sogenannten Katzenschwämme zu beschäftigen, sollen in einer der kommenden Sitzungen nun Experten von ihren Erfahrungen berichten. Geplant sei unter anderem Christopher Imig, den Vorsitzenden des Vereins "Tierschutz der Tat", sowie einen Vertreter der Stadt Paderborn einzuladen. "In Paderborn gibt es schon seit geraumer Zeit eine Katzen-Kastrationspflicht", sagt Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf. "Diese Erfahrungen können uns bestimmt bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen."

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