Keine Beförderung der OGS-Kinder

Für zusätzliche Busfahrten fehlt Geld

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Augustdorf (bo). Wenn die Grundschüler, die in Augustdorf den Offenen Ganztag besuchen, um 16 Uhr Schulschluss haben, fährt sie kein Schulbus nach Hause. Ähnliches gilt für die Kinder, die am islamischen Religions- und muttersprachlichen Türkischunterricht teilnehmen. Doch zusätzliche Busfahrten wird es vorerst nicht geben.

Im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales hatten die beiden Grundschulen Auf der Insel und In der Senne die Schülerbeförderung für die OGS-Kinder sowie die am Islam- und Türkischunterricht teilnehmenden Kinder beantragt. Da es für die beiden letztgenannten Unterrichtseinheiten derzeit nur eine Lehrkraft an der Grundschule In der Senne gibt, fahren die Kinder von der Grundschule "Auf der Insel" vormittags mit dem Bus dort hin. "Das Problem ist gerade für die kleineren Schüler, dass sie danach sehr weite Heimwege zurücklegen müssen", sagte Rosemarie Quast, Leiterin der Grundschule Auf der Insel.

Die Verwaltung hatte ermittelt, dass ein zusätzlicher Bus für die OGS-Kinder am Nachmittag allein 9.000 Euro im Jahr kosten würde. "Da die OGS ein freiwilliges Angebot der Gemeinde ist, passen diese zusätzlichen Kosten nicht in die Vorgaben der Haushaltssicherung", verdeutlichte Fachbereichsleiter Jörg Pambor die Haltung der Gemeinde, der sich die meisten Kommunalpolitiker anschlossen. "Das Problem ist schwerwiegend, aber das Geld dafür müssten wir an anderer Stelle einsparen", zeigte Peter Kaup (FWG) die Zwickmühle vor dem Hintergrund der klammen Kassen auf.

Mehrheitlich wurde der Antrag abgelehnt, nur die SPD hätte vorher gerne noch Alternativen ausgelotet: "Ich fände es schade, das von vornherein abzulehnen", sagte Daniel Klöpper. Eine Möglichkeit tat sich auf Vorschlag von Quast aber doch noch auf: "Vielleicht lässt sich vormittags eine Busfahrt einsparen, die nachmittags eingesetzt werden könnte." Das will die Verwaltung nun prüfen.

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