Kurpark-Umgestaltung: Abriss des Gebäudetrakts beginnt

Um den alten Zwischentrakt entfernen zu können, ist ab sofort der Eingang Lietholzstraße gesperrt

Stefan Backe

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Kein Durchkommen mehr: In zwei Wochen rücken die Abrissbagger für den Zwischentrakt samt Fahrstuhl an (links im Vordergrund). Ob es an der Lietholzstraße in Zukunft neben einer Rampenanlage einen neuen Aufzug gibt, muss noch entschieden werden. - © Stefan Backe
Kein Durchkommen mehr: In zwei Wochen rücken die Abrissbagger für den Zwischentrakt samt Fahrstuhl an (links im Vordergrund). Ob es an der Lietholzstraße in Zukunft neben einer Rampenanlage einen neuen Aufzug gibt, muss noch entschieden werden. (© Stefan Backe)

Bad Salzuflen. Ab Mitte März will die Stadt mit dem Abriss des Gebäudetrakts zwischen Wandel- und Konzerthalle beginnen. Die Vorarbeiten laufen bereits; Bauzäune sind unter anderem am Eingang an der Lietholzstraße aufgestellt worden. Dieser Weg in den Kurpark ist damit versperrt.

„Für die Kurparkbesucher gibt es als Ersatz einen anderen Zugang. In zirka 200 Meter Entfernung befindet sich dieser an der Lietholzstraße in Höhe der Augustastraße", schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Dieser Eingang sei über eine Treppenanlage zu erreichen und nicht barrierefrei. Personen mit körperlichen Einschränkungen müssten den Kurpark über die beiden Zugänge am Erlebnisgradierwerk oder am Kurparksee betreten.

Unterdessen hat der zuständige Fachausschuss jetzt auch offiziell den Baubeschluss für die Sanierung der maroden Wandelhalle gefasst. Demnach fließen voraussichtlich 3,6 Millionen Euro in dieses Projekt. Rund 1,7 Millionen Euro gibt es an Fördermitteln vom Land NRW dazu. Wie Beigeordneter Rolf Oberweis noch einmal betonte, ist für diese Summe nur die technische Herrichtung des Gebäudes zu haben. Der Innenausbau – auch im Hinblick auf eine mögliche neue Nutzung – seien darin noch nicht enthalten.

Genau an dieser Stelle setzte die Kritik von FDP und Piraten an, die der Vorlage als einzige nicht zustimmten. Tenor: Ohne ein wirkliches Konzept sei keine sinnvolle Sanierung möglich. Rolf Oberweis erinnerte hier allerdings an den mit dem Land ausgehandelten Kompromiss: Wie mehrfach berichtet, hatte die Denkmalbehörde gegen die Pläne von CDU und SPD protestiert, die Wandelhalle und den Zwischentrakt abreißen zu lassen. Am Ende hatte das Land immerhin dem Abriss des ebenfalls denkmalgeschützten Zwischentrakts unter zwei Bedingungen zugestimmt: Für die Gestaltung der dann entstehenden Fläche musste ein Architekten-Wettbewerb organisiert werden. Vor allem aber musste sich die Stadt verpflichten, im Gegenzug die Wandelhalle auf Vordermann bringen zu lassen. Als kleines Bonbon wurde noch besagte Landesförderung oben drauf gelegt.

Wie aus der Pressemitteilung der Stadt hervorgeht, wird in diesem Jahr nach dem Abriss des Zwischentrakts mit der Neugestaltung des Platzes vor der Wandelhalle und dem Bau einer barrierefreien Rampenanlage von der Lietholzstraße begonnen. Über die Details dieser Pläne will der Fachausschuss Mitte März beschließen.

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