Schwerer Unfall am Zubringer zur A2 (B239): Drei Verletzte

Dieter Asbrock

Unfall am Zubringer zur A2 - © Dieter Asbrock
Unfall am Zubringer zur A2 (© Dieter Asbrock)

Bad Salzuflen/Ahmsen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Zubringer kurz vor der Autobahnauffahrt sind gestern drei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Der Blechschaden ist hoch, die Kreuzung B 239 / Meerbrede / Buschortstraße war für mehr als drei Stunden komplett blockiert.

Nach einer ersten Einschätzung von Polizei und Feuerwehr vor Ort hat sich der Unfall vermutlich so abgespielt: Ein Lkw fuhr auf der B 239 in Richtung Herford. Ein Opel Corsa stand auf der Linksabbiegespur in Richtung Meerbrede. In dem Moment, als der Lkw-Fahrer den Corsa passierte, zog dessen 32-jähriger Fahrer plötzlich nach rechts, um weiter in Richtung Bad Salzuflen zu fahren, anstatt abzubiegen. Er hatte anscheinend den Lkw nicht bemerkt. Der Sattelzug erfasste den Corsa mit seiner vorderen linken Fahrzeugecke am rechten Kotflügel und schleuderte den Kleinwagen nach links. Der wurde daraufhin von einem entgegenkommenden BMW mit Anhänger an der Beifahrerseite gerammt. Der BMW kam vor einem Ampelmast zu stehen, der Corsa dahinter vor einer Betonmauer.

Während der 46-jährige Lkw-Fahrer unverletzt blieb, wurden die beiden Insassen des BMW leicht, der Corsa-Fahrer schwer verletzt. Weil die Polizei vermutete, dass Personen eingeklemmt sein könnten, wurde die Feuerwehr entsprechend alarmiert. Sie musste jedoch keinen der Verletzten mit schwerem Gerät retten. Die Unfallopfer wurden in Herforder Krankenhäuser eingeliefert und konnten am Unfallort keine Angaben zum Geschehen machen.

Polizei und Feuerwehr mussten daher vor Ort rekonstruieren, wie sich der Unfall abgespielt haben dürfte. Die Feuerwehr, die mit hauptamtlichen Kräften, dem Löschzug Werl-Aspe und der Löschgruppe Ahmsen vor Ort war, ließ daraufhin einen Teleskopwagen kommen, damit die Unfallstelle auch aus der Vogelperspektive fotografiert werden konnte.

Der BMW zog einen Anhänger, auf dem ein weiterer BMW verzurrt war. Durch die Wucht des Aufpralls riss dieser die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs ab. „Das Fahrzeug auf dem Anhänger war vorbildlich gesichert", sagte der stellvertretende Wehrführer Andreas Echterhof anerkennend. Ansonsten hätte der Unfall weit schlimmere Folgen für die Beteiligten haben können.

Der Verkehr staute sich durch die Vollsperrung der Unfallstelle ein gutes Stück nach Salzuflen zurück. Der Verkehr aus Richtung Herford wurde über Ahmsen umgeleitet. Der Sachschaden liegt laut Polizei bei etwa 30.000 Euro.

Information
Tödlicher Unfall in Herford
Ebenfalls auf der B 239 – auf Herforder Gebiet -hat sich gestern früh um 8.40 Uhr ein Unfall mit tödlichem Ausgang ereignet. Ein 54-jähriger Bielefelder war in seinem Pkw mit Anhänger in Richtung Minden unterwegs und geriet mit seinem Gespann ins Schlingern. Das Fahrzeug prallte gegen die Leitplanke und kam auf einem Grünstreifen zu stehen. Der Fahrer verstarb trotz Wiederbelebungsmaßnahmen am Unfallort. Möglicherweise erlitt er einen Herzinfarkt. Zeugen berichteten, der Mann sei bereits auf der Ahmser Straße mehrfach aus der Spur geraten. Während der Rettungsarbeiten fielen der Polizei fünf Autofahrer auf, die die Unfallstelle langsam passierten und mit ihren Handys Fotos machten. Die Gaffer sollen nun angezeigt werden.

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