Das Salzufler Jugendcafé "Kiwi"
hat offiziell geöffnet

Seit Sonntag läuft der Regelbetrieb, an dem auch sieben Jugendliche einen großen Anteil haben werden

Daniel Hobein

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Freuen sich auf die Besucher: (von links) Philipp Sewing, Hannah Sophie Theiler, Cheffin Katja Matthies, Alida Schröder, Isabell Römke, Maja Sewing, Carolin Walter, Torben Stuke und Benjamin Heger halten die ersten Insignien des „Kiwi" in Form von leckeren Keksen und einem Turnbeutel in den Händen. - © Daniel Hobein
Freuen sich auf die Besucher: (von links) Philipp Sewing, Hannah Sophie Theiler, Cheffin Katja Matthies, Alida Schröder, Isabell Römke, Maja Sewing, Carolin Walter, Torben Stuke und Benjamin Heger halten die ersten Insignien des „Kiwi" in Form von leckeren Keksen und einem Turnbeutel in den Händen. (© Daniel Hobein)

Bad Salzuflen. Mit der Eröffnung des Jugendcafés „Kiwi" ist am Samstag eine monatelange Odyssee zu Ende gegangen. Der Treffpunkt „Am Markt" ist damit offiziell in die Hände der künftigen Nutzer übergeben worden.

Die vergangenen Wochen waren für Cheffin Katja Matthies und ihr Team noch einmal stressig. Nachdem die Handwerker die 72 Quadratmeter großen Räumlichkeiten verlassen hatten, ging es für die „Kiwis" an die Innenausstattung. „Sicher hätten wir auch eher aufmachen können, aber wir wollten, dass alles zum Start perfekt ist, und nichts fehlt", erzählt Helferin Hannah Sophie Theiler.

Dabei hätten insbesondere die Kleinigkeiten aufgehalten. Küchengeräte wurden ausgepackt, Spiele in die Regale geschoben. Nach der Einweihung durch Politik und Verwaltung hat das Jugendcafé seit Sonntag offiziell geöffnet. Mit ihrer Vorfreude haben die Mitglieder des Helferteams aber nicht nur sich selbst, sondern auch andere angesteckt. „Unsere Mitschüler fragen uns ständig, wann es denn losgeht. Endlich können wir sagen: Jetzt", freut sich auch Alida Schröder.

Dabei haben die Unterstützer um Katja Matthies eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle durchgemacht. Nach dem Beschluss des Jugendhilfeausschusses, ein Jugendcafé einzurichten, wurde nach einer längeren Hängepartie der Standort „Am Markt 22" als neuer Treff ausgeguckt. „Ein Danke reicht nicht für Euer Durchhaltevermögen und Euren Einsatz", lobte Katja Matthies, die das Café als Mitarbeiterin des Deutschen Kinderschutzbundes leiten soll.

Bürgermeister Roland Thomas hob noch einmal den hohen Stellenwert der Jugendlichen in seiner Rede hervor. „Die Jugend liegt uns als Stadt am Herzen, und nun bekommt sie im Herzen der Stadt einen neuen Treffpunkt", sagte er.

Offenes Angebot für alle

Das „Kiwi" möchte als Jugendcafé die Zielgruppe der 12- bis 18-Jährigen ansprechen. Auch jüngere Besucher sind willkommen. Cheffin Katja Matthies wird bei ihrer Arbeit von Benjamin Heger als Honorarkraft unterstützt. Dabei verfolgen sie ein offenes Konzept, bei dem die Besucher ihre Ideen verwirklichen können.

„Jeder Jugendliche ist bei uns willkommen", lautet das Credo des gesamten „Kiwi"-Teams. Sieben Jugendliche, die bereits im Vorfeld mit beim Aufbau des Cafés geholfen haben, nehmen hier Schlüsselfunktionen ein. Sie haben eine hohe Identifikation mit der Einrichtung und sind mit der Bauphase als Team zusammengewachsen.

Über die sozialen Medien wie Facebook und Instagram soll ebenfalls der Kontakt mit den Salzufler Jugendlichen gehalten werden. Die Öffnungszeiten des „Kiwi" sind dabei schon in Absprache mit den künftigen Nutzern entstanden. Das Jugendcafé hat zunächst dienstags und freitags von 15 bis 20 Uhr und sonntags von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Am Rande: "Knöllchenspende"

von Daniel Hobein

Das Jugendcafé „Kiwi" liegt mitten in einer verkehrsberuhigten Zone ohne Parkplätze vor der Haustür. Das dürfte den meisten Besuchern egal sein, werden sie doch zu Fuß, mit dem Bus oder dem Fahrrad anreisen.

Nicht so einige Premierengäste des „Kiwi" am Samstag, die einen Halt vor dem Gebäude einem sicheren Platz im Parkhaus vorgezogen haben. Der Knöllchenschreiber der Stadt ließ nicht lange auf sich warten.

Bürgermeister Roland Thomas bat die Musiker der Gruppe „Pete + Mo" eine kurze „Warnung" an die Gäste durchzusagen. Doch leider verhallte diese fast ohne Resonanz. „Ich habe es wenigstens probiert. Das Geld können wir aber auch gut brauchen", sprach das Stadtoberhaupt und zuckte mit den Achseln.

An die Besucher mit „Ticket": Grämen Sie sich nicht zu sehr. Indirekt haben Sie mit Ihrem Falschparken die Jugendarbeit der Stadt unterstützt – und damit auch solch gute Projekte wie das „Kiwi".

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