Anmeldezahlen: Die Grundschule Wasserfuhr ist „überbucht“

Dieter Asbrock

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So verteilen sich die i-Männchen im kommenden Schuljahr: Überall – außer an der Grundschule Wasserfuhr – sind derzeit noch Kapazitäten frei. - © Grafik: Oliver Wendtland
So verteilen sich die i-Männchen im kommenden Schuljahr: Überall – außer an der Grundschule Wasserfuhr – sind derzeit noch Kapazitäten frei. (© Grafik: Oliver Wendtland)

Bad Salzuflen. Die Verwaltung hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur die aktuellen Anmeldezahlen an den Grundschulen für das Schuljahr 2017/18 vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtzahl der Erstklässler praktisch gleich geblieben – die Verteilung auf die Grundschulstandorte ist aber gleichmäßiger geworden.

Mit den noch fehlenden Anmeldungen zählt die Verwaltung 437 Erstklässler für das kommende Schuljahr – zwei weniger als jetzt. Bei 515 Plätzen, die besetzt werden könnten, bleibt somit fast ein Fünftel der Schulbänke leer.

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Klassenbildung

Wieviele Eingangsklassen eine Kommune bilden kann, ist gesetzlich festgelegt durch die Klassenrichtzahl. Dabei wird die Zahl aller Schü-ler (437) durch 23 geteilt. 19 Klassen wären demnach möglich, 18 dürften es werden.

Unveränderte Anziehungskraft hat die Grundschule Wasserfuhr: Für die 56 Plätze haben 66 Eltern ihr Kind angemeldet, vier Anmeldungen stehen noch aus (Vorjahr: 69). Das bedeutet, dass hier Ablehnungen geschrieben werden müssen.

Das dürfte an der Grundschule Knetterheide in diesem Jahr nicht nötig sein. 75 Anmeldungen liegen vor, eine wird noch erwartet, 81 Kinder können hier ihre Schullaufbahn beginnen. Im Vorjahr waren es noch 104. Über viele Jahre hinweg hat es hier stets deutlich mehr Anmeldungen gegeben als die Schule aufnehmen konnte und durfte, wofür auch die rege Bautätigkeit junger Familien im Baugebiet Südfeld verantwortlich gemacht wurde. Das hat in der Vergangenheit stets aufs Neue zu der Forderung nach einem vierzügigen Ausbau geführt, der von der Politik stets mehrheitlich abgelehnt wurde, weil dies die übrigen Schulstandorte gefährden würde.

Eduard Böger (SPD), der viele Jahre den Bildungsausschuss leitete, verwundern die Zahlen nicht. Anfang 2015 hatten CDU und SPD eine Prognose vorgelegt, der zufolge die Anmeldezahlen in Knetterheide sukzessive deutlich sinken werden. Er sieht sich bestätigt: „Solange uns der Gutachter, der die Entwicklung der Hauptschule und der Grundschule Knetterheide untersucht, keinen vierzügigen Ausbau nahe legt, ist das politisch nicht akut", sagte er gegenüber der LZ.

Sorgenkind dürfte weiterhin der Grundschulverbund Schöt-mar-Holzhausen bleiben, speziell der Standort am Kirchplatz. Von den insgesamt 104 Plätzen werden mit Nachzüglern 71 besetzt (Vorjahr 68). Laut Schulentwicklungsplan wären vier Klassen möglich, gebildet werden aber nur drei. Ein Klassenzimmer bleibt am Kirchplatz frei.

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