Ein Umzug könnte die Raumnot des Schulzentrums Lohfeld beheben

Die Erich-Kästner-Schule ist als künftiges Domizil der Hauptschule im Gespräch

Dieter Asbrock

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Die Erich-Kästner-Schule an der Otto-Hahn-Straße. Die Förderschule des Kreises läuft allmählich aus, so dass das Gebäude in absehbarer Zeit neu genutzt werden kann. - © Dieter Asbrock
Die Erich-Kästner-Schule an der Otto-Hahn-Straße. Die Förderschule des Kreises läuft allmählich aus, so dass das Gebäude in absehbarer Zeit neu genutzt werden kann. (© Dieter Asbrock)

Bad Salzuflen-Schötmar. Die maroden Container im Schulzentrum Lohfeld, die als provisorische Klassenräume dienen, sollen saniert werden. Dafür sollen im 2017er-Haushaltsplan 75.000 Euro bereit gestellt werden. Die Lösung der Raumnot ist das nicht – die könnte aber in der frei werdenden Erich-Kästner-Schule liegen.

Die Zustände in den Containern sind der Verwaltung aus einer unlängst durchgeführten Begehung bekannt, die Mängelliste der Schulpflegschaft der Eduard-Hoffmann-Realschule wird als zutreffend bewertet. Die Unterschriftensammlung der Schulpflegschaft scheint der Diskussion um Lösungen etwas Drive verpasst zu haben. Erster Beigeordneter Rolf Oberweis sagte im Bau- und Verkehrsausschuss: „Da muss etwas geschehen, die Containerlösung geht so nicht mehr."

Neben den 75.000 Euro für die Renovierung der Container sind im städtischen Haushalt 2017 auch rund zwei Millionen Euro für Raumlösungen zugunsten der Hauptschule vorgesehen – ein Posten, den Freie Wähler und FDP gerne gestrichen hätten, um Geld zu sparen. Das wäre angesichts der Containersituation ein fatales Signal, fand Bildungsausschuss-Vorsitzender Frank Sommerfeld (SPD), und Rolf Oberweis merkte in Bauausschuss an: „Wer die LZ gelesen hat, weiß, dass dieser Posten nicht anzweifelbar ist." Ralf Wiebusch (SPD) brachte die auslaufende Erich-Kästner-Schule ins Gespräch, um die Raumnot im Lohfeld zu beheben. Der Schulentwicklungsplan werde die Möglichkeiten aufzeigen, so Oberweis.

An dem arbeitet zurzeit Dr. Ernst Rösner vom Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund, mit Fokus auf die Entwicklung der Hauptschule und der Grundschule Knetterheide. Sein Abschlussbericht soll im Februar vorliegen. Katja Mönnigmann-Steinbeck, Leiterin des Fachbereichs Schule, wollte sich denn auf Nachfrage der LZ noch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, was die möglichen Optionen angeht. Man sei offen für die Vorschläge des Gutachters, und natürlich gebe es auch ein Steuerungsinteresse des Schulträgers: „Alle bestehenden Schulen werden bei unseren Überlegungen eine Rolle spielen." Deshalb seien auch die für die Hauptschule im Etatentwurf 2017 reservierten Mittel so wichtig: „Das ist der Handlungsspielraum, den wir brauchen, um bei Bedarf schnell reagieren zu können."

Information

Platzmangel und leere Schulen


Die Erich-Kästner-Schule ist eine Förderschule des Kreises mit Schwerpunkt Lernen. Da sie die gesetzlich geforderte Mindestschülerzahl nicht erreicht, gilt seit dem Schuljahr 2015/16 ein Aufnahmestopp, so dass die Schule allmählich ausläuft. Das Gebäude gehört der Stadt, die es für die Zwecke der Hauptschule umbauen müsste. Ob für eine baldige Lösung der Raumnot im Lohfeld Haupt- und Förderschule zeitweilig unter einem Dach residieren oder die leer stehende Grundschule Retzen wieder reaktiviert wird, sind nur zwei mögliche Optionen.

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