Erweiterungsprojekte an städtischen Grundschulen in Salzuflen kommen voran

Yvonne Glandien

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Weiht den Neubau ein: Zimmerer Thomas Wöstefeld hält den traditionellen Richtspruch auf dem Dach der neuen Mensa vor zahlreichen Kindern, Eltern und Geschwistern. - © Yvonne Glandien
Weiht den Neubau ein: Zimmerer Thomas Wöstefeld hält den traditionellen Richtspruch auf dem Dach der neuen Mensa vor zahlreichen Kindern, Eltern und Geschwistern. (© Yvonne Glandien)

Bad Salzuflen. „Was machen wir denn, wenn das Zelt weg weht?" Eine Sorge, die einige Kinder der Grundschule am Elkenbreder Weg am Freitagnachmittag beschäftigt hat. Denn zum Richtfest der neuen Mensa war es ziemlich windig auf dem Schulgelände. Die Lösung war schnell parat: Zusammen arbeiten und gemeinsam festhalten.

Zusammenhalt prägt auch das Konzept des Neubaus, der direkt an die Schulgebäude grenzt. „Wir wollen, dass der Vor- und Nachmittagsbereich stärker zusammenwachsen", sagt die kommissarische Schulleiterin Stefanie Lösing. Damit sei man fürs Erste gut aufgestellt. Laut Ronald Achtsnick, Fachdienstleiter Hochbau bei der Stadt Bad Salzuflen, liegt die Quote an Schülern, die die offene Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen, zur Zeit bei etwa 40 Prozent, „in den nächsten Jahren rechnet man aber mit gut 65 Prozent".

Mehr Platz und ein heller und moderner Bereich soll mit der neuen Mensa geschaffen werden. Darauf freuen sich vor allem die Schüler. Zum Richtfest hatte die „Instru-AG" ihren ersten Auftritt. An Xylophon und Blockflöte gaben neun Kinder ihr Bühnendebüt in der Baustelle. Die Klassen 3a und 3b zeigten ihren kurzfristig einstudierten Tanz, den „Cha Cha Slide". Mit Sonnenbrillen auf der Nase und guter Laune tanzten sie sich warm und ernteten großen Applaus.

Im Anschluss gab es den lang ersehnten ersten Blick in das Gebäude, das die Kinder seit September beim Wachsen beobachten können. In kleinen Gruppen wurden sie von dem Bauteam durch den Neubau geführt. 86 Plätze soll vorhanden sein, wenn der Betrieb zum neuen Schuljahr aufgenommen wird. Dann gibt es einen Speisesaal, einen Wirtschaftstrakt sowie eine Spülküche und Toilettenanlagen. Für den Neubau war ein Budget von 625.000 Euro bereitgestellt worden.

Neben dem Mensa-Betrieb soll das Gebäude noch weitaus mehr beherbergen. „Hier können dann Elternversammlungen stattfinden", sagt Schulleiterin Stefanie Lösing. Zudem sei eine große Fensterfront geplant, die über Falttüren verfügen soll. Diese können dann im Sommer großflächig geöffnet werden. „Davor wird es eine Terrasse geben und ein paar breite Treppen", beschreibt Lösing weiter. So könne der Bereich auch etwa als Bühne für Aufführungen oder als weitere Sitzgelegenheit in den Sommermonaten genutzt werden.

Ein moderner Bau für eine moderne Grundschule. Doch etwas Tradition muss sein: Hoch oben über dem neuen Dach hielt Zimmerer Thomas Wöstefeld den Richtspruch nach alter Manier, nahm sein Glas und ließ es am Boden zerschellen: „Scherben bringen Glück und Segen den künftigen Schülern auf all ihren Wegen."

Mittagessen wird in neuen Räumen serviert
Die Stadt schreitet in ihrer OGS-Offensive voran. Neben den Arbeiten am Elkenbreder Weg sieht es auch an den Grundschulen in den Ortsteilen gut aus. Der Bau in Lockhausen ist bereits in weiten Teilen abgeschlossen. Auf ein Richtfest wurde dort verzichtet. Vorerst wird in der Mensa aber noch nicht gegessen. Zunächst ziehen die Erstklässler ein, damit ihr Trakt saniert werden kann. Voraussichtlich zum neuen Schuljahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann kann die Mensa in Betrieb gehen.

Voran geht es auch in Schötmar an der Grundschule am Kirchplatz. Analog zum Elkenbreder Modell soll dort eine Mensa entstehen. Verzögerungen gab es, da der Standort aufgrund des relativ kleinen Schulhofes neu überplant werden musste. Mittlerweile ist das Fundament gegossen. Der Schulhof soll jetzt mit Hilfe eines Förderprogramms neu gestaltet und aufgewertet werden. Die Mensa wird zum kommenden Schuljahr fertig sein.

Auch in Knetterheide rollen noch in diesem Jahr die Bagger an. Die Planungen für den Mensabau sind fertig, jetzt werden die Bauanträge erarbeitet. Die Stadt hofft, das Gebäude noch vor dem Winter dicht zu haben, um ohne Verzögerung mit dem Innenausbau beginnen zu zu können. Läuft alles nach Plan, werden die Grundschüler dort ihr Mittagessen nach den Sommerferien im kommenden Jahr genießen können.

Und auch die Wasserfuhr wird erweitert. Dort sitzt die Verwaltung derzeit noch an einem Konzept für den Ausbau. OGS, Mensa und Unterrichtsräume sollen dort erweitert oder auch neu gebaut werden.

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