Premiere von „Bad Salzuflen zapft an" ist ein voller Erfolg

Daniel Hobein

  • 1
Haben fleißig mitgeschunkelt: Karla Tidecks und Bernhard Sudbrake (Bildmitte) lassen sich von den „Steirer Buam" auf dem Salzhof einheizen. - © Daniel Hobein
Haben fleißig mitgeschunkelt: Karla Tidecks und Bernhard Sudbrake (Bildmitte) lassen sich von den „Steirer Buam" auf dem Salzhof einheizen. (© Daniel Hobein)

Bad Salzuflen. Die Premiere von „Bad Salzuflen zapft an" ist ein voller Erfolg gewesen. Das gesamte Wochenende über kamen Bierlieber zu Hunderten auf den Salzhof, um die unterschiedlichsten Sorten zu probieren. Teilweise waren sogar Sorten ausverkauft.

Der Vergleich mit dem erfolgreichen Weinfest im Spätsommer war allerorts zu hören. Die Atmosphäre und auch die Bierzeltgarnituren machten eine Gegenüberstellung beider Veranstaltungen einfach. Aber anders als bei der Traubenverkostung, bei der Winzer aus ganz Deutschland die Stände betreiben, blieb die Verantwortung am Wochenende in den Händen der Gastronomen vor Ort.

„Wir haben einen guten Zusammenhalt, und ich finde, es ist ein Muss, dass wir selbst die Stände bewirtschaften", sagt Dirk Bollhöfer vom „Stadtgespräch". Das sei angesichts von zahlreichen Konfirmationsfeiern, die er und seine Kollegen momentan im Kalender hätten, eine zusätzliche Herausforderung.

Die Gäste auf dem Salzhof bekamen davon nichts mit. Pünktlich um 16 Uhr spannten am Samstag die Wirte gemeinschaftlich die Sonnenschirme auf – kurz danach waren alle Sitzgelegenheiten belegt. Giesela Stefanski und ihre Familie hatten Glück. Sie haben sich einen der begehrten Plätze unweit der Bühne gesichert. „Es ist toll, dass es eine solche Veranstaltung gibt", betont sie. Besonders die unterschiedlichen Biersorten reizten sie. Englisches „Brown Ale" wurde ebenso probiert wie ein Hamburger „Rotlicht"-Bier.

Nur wenige Tische weiter haben sich Antonia Stüdemann und ihre Freunde niedergelassen. Bei ihnen steht Kölsch im Träger. „Ich weiß nicht, wann ich mein letztes Kölsch getrunken habe", sagt die junge Frau. Ihre Freunde stoßen mit an und genießen das kühle Getränk bei strahlendem Sonnenschein. Zum Abend hin wurde es an einigen Ständen jedoch eng mit den Getränken – die Wirte mussten aus ihren Betrieben Bier nachordern, war die Nachfrage doch größer als erwartet. Nicht zuletzt ein Verdienst der 15-köpfigen Blaskapelle „Göt Net" aus Holland, die bis weit nach Mitternacht gute Stimmung verbreitete.

Nahtlos daran an knüpften auch die „Steirer Buam" an, die gestern zum Frühschoppen mit Schunkelmusik einen eventuellen Kater vom Vortag austrieben. Die Löschgruppe Salzuflen hatte sich mit ihren Fahrzeugen am Schliepsteiner Tor postiert und zeigte in einigen Vorführungen ihre Arbeit.

Die Marktbeschicker öffneten speziell für „Bad Salzuflen zapft an" an der Steege noch einmal ihre Wagen. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", bilanzierte Michael Welslau von der Werbegemeinschaft, die zusammen mit dem Wirteverein und der Firma Langejürgen die Veranstaltung organisiert hatte. Der Grundstein für eine Traditionsveranstaltung, die ab 2019 auch in das Salzsiederfest mit einfließen soll, sei gelegt.

Suche nach dem Lösungswort
Großen Zulauf hatte gestern der Stand der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold unweit der Post. Mit der „Lipper Industrie-Rallye" wurden in zwölf Geschäften in der Innenstadt Produkte vorgestellt, die allesamt in Bad Salzuflen oder Leopoldshöhe produziert werden. „Wir brauchen uns mit unseren Leistungen nicht verstecken", betont IHK-Geschäftsführerin Maria Klaas.

Neben Geschirrkörben für Spülmaschinen, Profilrahmen für Kunststofffenster oder Metalle für die Autoindustrie würden hier in der Region viele Produkte für den täglichen Gebrauch hergestellt. Der verkaufsoffene Sonntag zum Bierfest erleichterte es den Besuchern, sich sofort auf die Suche nach dem Lösungswort zu machen. Noch bis 3. Juni kann bei der „Lipper Industrie-Rallye" mitgeknobelt werden.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

1 Kommentar
1 Kommentar

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!